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Ferien im Paradies: Damit es mit dem perfekten Urlaub klappt, nutzen fast 31 Millionen Deutsche das Internet.

Mängel beim Schutz vor Manipulation

München - Weißer Palmenstrand oder Zimmer mit Meerblick – nicht alles, was im Katalog traumhaft klingt, ist es auch. Immer mehr Urlauber informieren sich daher vor Abflug im Internet. Doch wie zuverlässig sind Hotelbewertungsportale? Stiftung Warentest hat sieben Angebote genau unter die Lupe genommen.

Die Hobby-Kritiker nehmen kein Blatt vor den Mund. Offen beklagen sie sich über ein dürftiges Frühstücksbuffet oder ein schlecht geputztes Bad. Für Urlauber nützliche Informationen, um sich für die richtige Herberge zu entscheiden. Für die Hotels geht es jedoch ums Geschäft: Schlechte Noten schlagen sich meist negativ bei den Buchungen nieder. Umso wichtiger ist es, dass die Urteile im Netz verlässlich sind. Wie schützen sich jedoch die Portale gegen Manipulationen?

Stiftung Warentest hat in seiner aktuellen Ausgabe sieben Hotelbewertungsportale geprüft. Dazu gehören die Branchengrößen Holidaycheck und tripadvisor, aber auch hotelkritiken.de – die Internetseite eines Privatmanns. Trivago ist eine Kombination aus Reiseforum und Hotelmetasuche, die auch Bewertungen von anderen Seiten anzeigt. Bei ciao.de macht die Hotelbewertung nur einen Teil des Angebots aus. Testsieger ist Holidaycheck (Note 1,8). Fünfmal vergaben die Prüfer die Note befriedigend, ein Angebot wurde mit mangelhaft bewertet.

Um herauszufinden, wie wirksam die Anbieter Missbrauch bekämpfen, haben die Tester auf jedem Portal fingierte Bewertungen abgegeben – zum Beispiel eine völlig falsche Angabe zur Lage des Hotels oder absurde Blindtexte. Ergebnis: Die meisten Portale ließen sich täuschen und veröffentlichten zumindest einen Teil der Falschinformationen.

Am besten funktionierte der Filter bei hotelkritiken.de, das keines der fingierten Urteile ins Netz stellte. Dennoch reichte es nur zur Note „gut“, weil die Anbieter versäumten, mit den Autoren der Bewertungen Kontakt aufzunehmen. Den zweitbesten Schutz vor Manipulationen bescheinigten die Tester dem Schweizer Angebot Holidaycheck. Hier durchlaufen nach Anbieteraussage alle Bewertungen – immerhin rund 1500 pro Tag – eine automatische Prüfung. Unglaubwürdige Angaben werden von einem 40-köpfigen Team aussortiert. Dennoch gelangten zwei fingierte Urteile auf die Internetseite. Trotz dieser Mängel bietet Holidaycheck das beste Angebot. Mit mehr rund 1,2 Millionen Bewertungen liegt der Branchenriese klar vor der Konkurrenz.

Um Manipulationen zu vermeiden, setzt ciao.de auf seine große Nutzergemeinde. Mit Erfolg: Zwar standen die Falschmeldungen von Stiftung Warentest zunächst im Netz. Die Nutzer deckten allerdings den Schwindel rasch auf.

Neben reinen Hotelbewertungsportalen wurden auch Buchungsportale mit Bewertungsfunktion geprüft. Am besten schnitt HRS ab vor opodo und ab-in-den-urlaub.de. Auf ein Qualitätsurteil verzichteten aber die Tester, weil die Bewertungen hier nicht im Vordergrund stehen und meist nur buchbare Unterkünfte angezeigt werden.

Um nicht auf ein fingiertes Urteil reinzufallen, haben die Tester zudem einige einfache Empfehlungen:

Um nicht auf ein fingiertes Urteil reinzufallen, haben die Tester zudem einige einfache Empfehlungen:

- Achten Sie auf die Anzahl und die Aktualität der Bewertungen.

- Immer mehrere positive und negative Urteile lesen.

-Achten Sie auf die Sprache: Klingt es nach Katalog-Deutsch könnte die Bewertung manipuliert sein.

-Aussagekräftiger als lange Texte sind oft Fotos. Die meisten Portale bieten auch Nutzervideos.

mm

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