Märklin
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Märklin-Stand auf der Spielwarenmesse in Nürnberg.

Junge Kunden im Blick 

Märklin: Wo die Reise hingehen soll

Nürnberg  - Der Modelleisenbahnhersteller Märklin  will gezielt Kinder und Jugendliche begeistern und sieht sich für die Zukunft gut gerüstet.

„Wir haben dieses Jahr wirklich die Voraussetzung, nachhaltig zu wachsen. Und zwar nicht über den Preis, wie es vielleicht in der Insolvenz gemacht worden ist, sondern darüber, die Nachfrage anzukurbeln und die richtigen Produkte an die Händler weiterzugeben“, sagte Geschäftsführer Florian Sieber der Nachrichtenagentur dpa anlässlich der Nürnberger Spielwarenmesse.

Der 28-Jährige hatte den Traditionshersteller gemeinsam mit seinem Vater vor knapp einem Jahr nach einem Insolvenzverfahren übernommen und an die Simba-Dickie-Gruppe der Familie herangeführt. 2013 blieb der Umsatz bei Märklin mit 105 Millionen Euro ebenso stabil wie der positive Ertrag. Für dieses Jahr rechnet Sieber mit mehr Dampf im Kessel. So hätten die Auftragseingänge im entscheidenden Sammler-Bereich dank neuer Produkte bereits vor der Spielwarenmesse leicht über Vorjahr gelegen.

Neue Einsteigerlinie kommt

Große Erwartungen setzt Märklin auch in die stärkere Fokussierung auf Kinder und Jugendliche. Das im baden-württembergischen Göppingen beheimatete Unternehmen hatte vor drei Jahren erstmals eine Modelleisenbahn für Kinder vorgestellt und damit in der von älteren Enthusiasten lebenden Branche für Aufmerksamkeit gesorgt. Jetzt komme eine weitere Einsteigerlinie hinzu, kündigte Sieber an.

"My world" war bisher ein Kompromiss zwischen Spielware und Modelleisenbahn. Wir werden die Reihe dieses Jahr noch konsequenter als Spielzeug ausrichten und mit einem neuen Gleissystem und kindgerechter Gestaltung auch mehr Spielwert reinbringen“, schilderte Sieber die Pläne. Mit dem Segment „Start up“ sollen dann Kinder ab dem Grundschulalter sowie erwachsene Einsteiger angesprochen werden. Die Produkte sind mit den klassischen, bei Sammlern und Modellbauern beliebten H0-Bahnen von Märklin kompatibel.

dpa

Spielwarenmesse: Bilder aus Nürnberg

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