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Der Modelleisenbahnhersteller Märklin hat seine ursprünglichen Wachstumsziele nicht erreicht. Foto: Marijan Murat/Archiv

Märklin wartet weiter auf Durchbruch

Wie auf Schienen läuft es für den Modellbahnbauer Märklin auch im dritten Jahr nach der Übernahme durch Simba Dickie noch nicht. Trotz enttäuschender Umsätze hat der Firmenchef aber Hoffnung.

Göppingen/Fürth (dpa) - Dem Modellbahnbauer Märklin kommt auch im dritten Jahr nach der Übernahme durch den fränkischen Spielwarenhersteller Simba Dickie nicht richtig in Tritt.

Besonders Probleme machen dem Unternehmen die großen Rückgänge im Profi- und Sammlerbereich auf dem deutschen Markt. "Insgesamt haben wir eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung", sagte Märklin-Chef Florian Sieber in Fürth vor dem Beginn der Nürnberger Spielwarenmesse am 27. Januar. Zum Gewinn gab es keine Angaben.

Auch wenn die ursprünglichen Wachstumsziele bis zum Ende des Geschäftsjahrs am 30. April mit rund 96 Millionen Euro Umsatz nicht erreicht werden würden, sei Märklin weiter profitabel, fügte der 30-Jährige hinzu. Investitionen sollten nun vor allem in neue Produktions-Technologien und ins Einsteigersegment fließen. So wolle Märklin junge Zielgruppen für das Hobby zu gewinnen. Hoffnung macht Sieber außerdem die weiter solide Finanzsituation und gute Entwicklungen im zweitgrößten Markt USA, wo man knapp 3,5 Millionen Euro Umsatz einfuhr. Auch in Osteuropa habe Märklin in ordentliches Wachstum verzeichnet.

Die problematische Lage der gesamten Modelleisenbahnbranche zeige sich vor allem im Hauptmarkt Deutschland. Schwierigkeiten bereitet Märklin auch die große Menge an Second-Hand-Ware auf dem Markt der Modellbauer. Es käme sehr viel gebrauchte Ware auf den Markt, da viele ältere Eisenbahnen vererbt oder wieder verkauft würden, sagte Sieber. "Das ist keine einfache Entwicklung für uns", kommentierte er. Im März 2013 war Märklin von der Spielwarengruppe Simba Dickie mit Sitz im fränkischen Fürth übernommen worden.

Am Vortag hatte bereits die österreichische Modelleisenbahn Gruppe, zu der auch der fränkische Modellbahn-Hersteller Fleischmann gehört, einen Umsatzrückgang bekanntgegeben. Die Geschäfte waren dort 2015 um rund drei Millionen Euro auf 47,5 Millionen Euro geschrumpft. Es sei ein "sehr herausforderndes Jahr", hatte Finanzchef Gerhard Joiser betont. 2016 plane man aber wieder mit einem Umsatzplus.

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