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Die Mahnwache vor der Citibank war für die Lehman-Opfer nur ein Anfang.

Mahnwache der Lehman-Opfer

München - Opfer der Pleite von Lehman Brothers geben nicht auf. Gestern trafen sie sich in München vor einer Filiale der Citibank zur Mahnwache.

Sie hatten nicht im Traum daran gedacht, dass sie im Leben noch einmal demonstrieren würden. Denn die meisten Lehman-Opfer, die sich gestern vor der Citibank in der Münchner Innenstadt trafen sind im Rentenalter. „AD“, das erzählen sie nun, war das Kürzel, mit dem sie von den Beratern intern eingestuft wurden. „Das steht nicht etwa für außer Dienst. Sondern „alt und doof“, entrüstet sich eine Demonstrantin, die nicht genannt werden will.

Nur wegen der hohen Provisionen wurden ihnen Lehman-Zertifikate angedreht, wissen sie heute. Vorgegaukelt wurde dabei eine sichere Geldanlage. „Ich kam, weil ich Festgeld anlegen wollte“, erzählt eine Rentnerin. Verkauft wurden ihr Zertifikate von Lehman Brothers. Das vermeintlich sichere Geld war mit der Pleite der US-Bank verloren. Nur wenige der geköderten Anleger wurden bisher entschädigt – doch auch sie nur mit einem kleinen Teil dessen, was sie einmal hatten.

Die gestrige Mahnwache soll nur ein Auftakt sein – für weitere Aktionen. „Nur wenn wir öffentlich wahrgenommen werden“, so die Rentnerin, „haben wir eine Chance.“

mp

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