Malta und Zypern führen den Euro ein

Nikosia - In den Ländern Malta und Republik Zypern kann ab jetzt mit Euro gezahlt werden. Aus einem Zypern-Pfund werden 1,71 EUR und aus einer Maltesischen Lira 2,33 EUR. Damit haben dann 15 der 27 EU-Länder ihr nationales Geld aufgegeben und auf die europäische Gemeinschaftswährung umgestellt.

Mit den rund 400 000 Maltesern und knapp 750 000 Bewohnern der Republik Zypern werden fast 320 Millionen Menschen im Euro-Raum leben.

Zunächst sind die nationalen Währungen noch parallel im Umlauf. Von Februar an soll nur noch mit Euro gezahlt werden. Damit es nicht zu hohen Preissteigerungen kommt, haben sich viele Unternehmen auf Zypern verpflichtet, mit der Euro-Einführung nicht heimlich die Preise anzuheben. In Malta sicherten dies vier Fünftel aller Einzelhändler zu. Die Preise und eventuelle Änderungen werden in beiden Staaten von den Behörden überwacht.

In Deutschland hatte der Euro nach der Bargeld-Einführung zum 1. Januar 2002 den Spitznamen "Teuro" bekommen. Obwohl Statistiker einen allgemeinen Schub der Verbraucherpreise verneinten, waren einige Waren und Dienstleistung merklich teurer geworden.

Nächster Kandidat für die Euro-Einführung ist die Slowakei, die ihre nationale Währung am 1. Januar 2009 aufgeben will. Das Land muss dafür im kommenden Jahr einen offiziellen Antrag stellen, der dann von der Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) geprüft wird.

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