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MAN Truck & Bus garantiert Beschäftigung bis 2025

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München – Der mit 250 Jahren älteste deutsche Industriekonzern ist inzwischen Teil des Volkswagen-Imperiums. Man hört nur noch wenig von MAN. Doch während die Pkw-Marken von VW unter dem Diesel-Abgasskandal ächzen, überraschte der Nutzfahrzeugbereich gestern mit einer guten Nachricht.

Geschäftsleitung und Betriebsrat von MAN Truck & BUS gaben den über 9000 Münchner Beschäftigten des Nutzfahrzeugbauers auf einer Betriebsversammlung eine Vereinbarung bekannt, die die Beschäftigung bis mindestens 2025 sichert. Fall sie nicht vorher gekündigt wird, gilt sie sogar bis 2030.

Das dürfte frühere Befürchtungen weiter zerstreuen, MAN würde unter VW-Regie zu einem Anhängsel der schwedischen Konzernschwester Scania werden. Schon vor einem Monat wurden Entwicklungsaufgaben zwischen MAN und Scania verteilt, wobei die Münchner ihre wichtigsten Vorstellungen durchsetzen konnten. München bekam dabei insbesondere die Federführung bei der Entwicklung der angetriebenen Achsen – für beide Marken.

„MAN baut für MAN und Scania baut für Scania“, beschrieb gestern der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Saki Stimoniaris die Auswirkungen auf die Produktion. MAN werde nicht zur verlängerten Werkbank für Schweden.

Kernforderung der Arbeitnehmervertreter war aber, wie Stimoniaris sagte, eine langfristige Arbeitsplatzgarantie. Und die ist nun auch unter Dach und Fach. „Nach der notwendigen Neuorganisation der vergangenen Monate haben wir genau die Mannschaft an Bord, die wir für ein erfolgreiches Wachstum unseres Unternehmens brauchen“, sagte MAN-Chef Joachim Drees. „Mit der Beschäftigungssicherung schaffen wir jetzt zuverlässige Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiter“. „Die getroffenen Vereinbarungen geben uns als Belegschaft große Sicherheit“, bestätigte Stimoniaris.

Neben der Arbeitsplatzgarantie sicherte das Unternehmen den Mitarbeitern umfassende Investitionen in die Entwicklung zukünftiger Produkte und Komponenten zu. Bereits in Bau ist die neue Lackiererei, mit der sichergestellt ist, dass auch die Kompetenz für Fahrerhäuser am größten MAN-Standort im Nordwesten der Landeshauptstadt erhalten bleibt.

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