+
Den Protest gegen Diesel findet VW-Chef Müller nicht gerechtfertigt.

Fahrverbote in der Diskussion

„Man tut dem Diesel unrecht“: VW-Chef beklagt „Kampagne“ 

„Die gegen den Dieselmotor laufende Kampagne ist heftig, der Marktanteil des Diesels rückläufig“, jammert Volkswagen-Chef Matthias Müller. Er findet, man tue dem Diesel unrecht. 

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller sieht in der Diskussion um Fahrverbote und den Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen eine Kampagne. „Die gegen den Dieselmotor laufende Kampagne ist heftig, der Marktanteil des Diesels rückläufig“, sagte der VW-Vorstandschef der „Neuen Zürcher Zeitung“ (Freitag). „Doch man tut dem Diesel unrecht. Ich plädiere für eine sachliche, ausgewogene Diskussion.“ Die neuesten Diesel-Generationen seien „sehr gut“, vor allem beim Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid-Gases (CO2).

Seit Monaten suchen deutsche Großstädte nach Lösungen, wie sie die Schadstoffbelastung mit den gesundheitsgefährdenden Stickoxiden auf ihren Straßen reduzieren können. In Stuttgart und München drohen insbesondere älteren Diesel-Autos Fahrverbote. In Europa müssen die Autobauer allerdings den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeugflotten in den kommenden Jahren deutlich senken. Ansonsten drohen ihnen wegen EU-Regeln deutliche Strafen.

„Die Realisierung wird sehr hart“, gab Müller zu. Die Dieselmotoren verbrauchen pro gefahrenem Kilometer tendenziell weniger Kraftstoff und stoßen daher auch weniger CO2 aus - so sollen sie bei der Reduktion der Flottenemissionen helfen. Allerdings geht der Trend auch bei Dieselfahrzeugen zu größeren, schwereren Autos mit immer mehr Pferdestärken und dementsprechend höherem Verbrauch.

Auch der 

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ganz individuell: Self-made-Bier liegt im Trend
Immer mehr Hobbybrauer brauen in Kellern, Küchen und Garagen ihr eigenes Bier. In Meisterschaften - so wie jetzt in Stralsund - treten sie mit Eigen-Kreationen an. Der …
Ganz individuell: Self-made-Bier liegt im Trend
US-Zinserhöhung gilt als sicher
Die US-Wirtschaft brummt, die Trump-Regierung hat die ohnehin schon florierende Konjunktur mit massiven Steuersenkungen weiter befeuert. Um eine Überhitzung zu …
US-Zinserhöhung gilt als sicher
Parken bei Aldi, Lidl und Co., ohne dort einzukaufen: Diese Bußgelder drohen Autofahrern
Supermärkte wie Aldi, Lidl und Co. verteilen immer öfter Strafzettel mit überhöhten Gebühren für Falschparker. Wir klären auf, ob das erlaubt ist und welche Strafen …
Parken bei Aldi, Lidl und Co., ohne dort einzukaufen: Diese Bußgelder drohen Autofahrern
Vizekanzler: Konzerne müssen Diesel-Nachrüstungen zahlen
Vizekanzler Scholz stellt sich in der Frage der Finanzierung von Nachrüstungen von Diesel-Autos auf die Seite der Bürger. Der SPD-Politiker sieht die Industrie in der …
Vizekanzler: Konzerne müssen Diesel-Nachrüstungen zahlen

Kommentare