+++ Eilmeldung +++

Vor Corona-Gipfel: Erste Details über Mega-Lockdown sickern durch - Medienbericht über Ausgangssperren-Plan

Vor Corona-Gipfel: Erste Details über Mega-Lockdown sickern durch - Medienbericht über Ausgangssperren-Plan
Saki Stimoniaris: Der MAN-Betriebsratschef hat erbitterten Widerstand gegen den geplanten Abbau von 9500 Stellen angekündigt.
+
Saki Stimoniaris: Der MAN-Betriebsratschef hat erbitterten Widerstand gegen den geplanten Abbau von 9500 Stellen angekündigt.

Mitarbeiter wollen VW-weit mobil machen

MAN-Betriebsratschef greift Konzern hart an: Kündigung der Jobgarantie durch Lkw-Bauer ist „Kulturbruch“

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
    schließen

MAN-Betriebsratschef Saki Stimoniaris hat erbitterten Widerstand gegen die Kündigung der Beschäftigungsgarantie beim Münchner Lkw-Bauer angekündigt.

München - Man werde „als geschlossene Arbeitnehmerbank die Rechte und Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen als auch unserer Marken in unserem VW-Konzern vertreten“, sagte Stimoniaris, der auch Mitglied des Aufsichtsrats bei der MAN-Mutter Volkswagen ist, am Dienstag gegenüber Merkur.de*. Die VW-Tochter hatte am Dienstagmorgen die bestehenden Standort- und Beschäftigungssicherungsvereinbarungen für Deutschland und Österreich gekündigt.*

Herr Stimoniaris, im Volkswagen-Konzern ist die betriebliche Mitbestimmung traditionell sehr stark. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei VW eigentlich ein Tabu. Wie erklären Sie sich, dass MAN jetzt nun von dieser Linie abweicht und Ihnen ein Ultimatum für eine Einigung bis Jahresende setzt. Ist die wirtschaftliche Lage wirklich so schlecht?
Seit 2010 war die Konjunktur gut. In diesen zehn Jahren hat es das Unternehmen nicht geschafft, für ausreichend Rendite und Winterspeck zu sorgen, um eine Krise wie die jetzige zu überstehen. Darauf haben wir immer wieder hingewiesen. Wir sind mitten drin, die Zukunft der Mobilität zu gestalten. Das erfordert alle Kraft.
Ist ein solcher Schritt denkbar ohne Rückendeckung aus Wolfsburg?
Wir als Betriebsrat haben Rückendeckung vom VW-Konzernbetriebsrat, der Vorsitzende Bernd Osterloh hat dies auch deutlich ausgesprochen. Ob das Unternehmen Rückendeckung des VW-Konzernvorstands hat, müssen Sie bei der MAN-Unternehmensseite nachfragen.
Erwarten Sie, dass innerhalb des Volkswagen-Konzerns nun auch andere Marken diesem Beispiel künftig folgen könnten?
Wir wollen uns nicht an Spekulationen beteiligen, aber natürlich ist es aus Arbeitnehmerseite wichtig, dass alle Kolleginnen und Kollegen des Konzerns zusammenstehen. Es ist ein Kulturbruch für den gesamten Konzern.
Sie sind seit Mitte 2017 auch Mitglied im Aufsichtsrat von Volkswagen. Morgen ist die Hauptversammlung. Ist es für die Mitarbeiter-Vertreter nicht Zeit, dann mal richtig auf den Tisch zu hauen?
Ich möchte über Interna nicht sprechen, gehen Sie aber davon aus, dass wir als geschlossene Arbeitnehmerbank die Rechte und Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen als auch unserer Marken in unserem VW Konzern vertreten.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Kommentare