Manager-Gehälter: Siemens attackiert

- München - In der Diskussion um hohe Manager-Gehälter hat die IG Metall den Siemens-Konzern kritisiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien die Bezüge der Vorstände um 20 Prozent auf durchschnittlich 2,4 Millionen Euro pro Kopf gestiegen, erklärte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer. "Offenbar sind die exorbitanten US-Managergehälter Maßstab für das eigene Portemonnaie der Siemens-Vorstände." Zugleich werde aber die Forderung der IG Metall nach vier Prozent mehr Einkommen in der laufenden Tarifrunde als zu hoch kritisiert und mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland gedroht.

<P>Der Telekom-Vorstand hat angeboten, auf zehn Prozent seines Grundgehalts zu verzichten, um der Gewerkschaft Verdi die Zustimmung zu Kürzungen von Gehalt und Arbeitszeit bei 100 000 Telekom-Mitarbeitern um zehn Prozent zu erleichtern. Der Vorstand habe den "Solidarbeitrag vor 14 Tagen beschlossen", hieß es. Eine Reaktion der Gewerkschaft gebe es noch nicht.</P><P>Die Einkünfte von Top-Wirtschaftsmanagern sind auch in anderen Ländern in der Kritik. In den Niederlanden erinnerte der christdemokratische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende unlängst die Spitzenmanager daran, dass sie eine Vorbildfunktion hätten und sich auf einen Verhaltenskodex einigen sollten. Nach einer Erhebung des "Independent" sind die Einkommen der Chefs der 100 größten Firmen Großbritanniens im vergangenen Jahr durchschnittlich um neun Prozent auf 2,4 Millionen Euro gestiegen.</P>

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