Der MAN-Konzern kommt wieder in Fahrt

- München - Der industrielle Mischkonzern MAN kommt wieder in Fahrt. Nach der erfolgreichen Sanierung seiner größten Sparte LKW und Omnibusse hat die MAN AG, München, ihren Gewinn deutlich gesteigert. Besonders die Nutzfahrzeugsparte, mit der der Konzern fast die Hälfte seines Umsatzes macht, hat sich erholt. "Wir werden die Busgeschichte forcieren und die Null-Linie durchfahren", sagte Rudolf Rupprecht, Vorstandsvorsitzender von MAN. Sorgen dagegen bereitete die Sparte Druckmaschinen, die von einem weiteren Auftragsrückgang um 9 Prozent auf 706 Millionen Euro getroffen wurde.

<P>Auch für 2004 wiederholte Rupprecht seine Prognose eines Ergebnissprungs. Der angekündigte Abbau von bis zu 1800 Arbeitsplätzen geht langsamer voran, als notwendig. "Das hängt einfach mit dem retardierenden Moment unserer Sozialgesetzgebung zusammen", erklärte Rupprecht. Ob es weitere Entlassungen geben werde, hänge von der konjunkturellen Lage ab.<BR><BR>Weiterhin litt das Unternehmen zwischen Januar und Juni unter dem niedrigen Auftragseingang und der Dollarschwäche. Die Bestellungen verringerten sich um vier Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr will MAN die Umsätze etwa auf Vorjahresniveau von 16 Milliarden Euro halten.<BR><BR>Der Kurs der MAN-Aktie stieg nach Veröffentlichung der Zahlen deutlich an. Am Abend lag er mit mehr als 8 Prozent bei knapp 20 Euro.<BR><BR>Rupprecht bekräftigte erneut, dass MAN an der LKW-Sparte festhalte. "Wir geben die Nutzfahrzeuge nicht her", sagte er. Eine Herauslösung der LKW-Sparte würde die Zerschlagung des MAN-Konzerns bedeuten. "Und dies will niemand", sagte Rupprecht.<BR>Zu den anhaltenden Spekulationen um eine Neuordnung der Nutzfahrzeugbranche wolle er sich nicht äußern. Management und Großaktionäre hätten sich darauf verständigt, Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.</P>

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