MAN-Laster rollen planmäßig nach Osten

- München - Für MAN ist 2005 ein dreifaches Jubeljahr: Man feierte 90 Jahre Nutzfahrzeugbau und 50 Jahre Hauptwerk München und jetzt zur Bilanzvorlage das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte des Unternehmens. Für 2006 strebe man an, die Konzernzielmarke von 7 Prozent Umsatzrendite (2005: 6,4 %) zu erreichen.

Nachdem die Mitarbeiterzahl seit dem Jahr 2000 im Inland von über 25 000 auf jetzt knapp 20 000 reduziert wurde, werde sich heuer zum Vorjahr kaum etwas ändern. "An der einen oder anderen Stelle gibt es Neuanstellungen, aber kaum im Inland", sagte Anton Weinmann, Vorstandsvorsitzender der MAN Nutzfahrzeuge AG, München.

Auch an den ausländischen Standorten wurde die "Struktur der Lohnkosten verbessert", indem die Zahl der Mitarbeiter in Großbritannien und Österreich gesenkt und in Polen und der Türkei erhöht wurde. "Wir sind an allen Produktionsstandorten bis zum Anschlag ausgelastet", sagte Weinmann. Zusätzliche Stückzahlen würden durch die Erhöhung der Produktivität und die Verringerung der Fertigungstiefe, sprich durch vermehrte Zulieferungen, erreicht.

Um an das Kostenniveau der skandinavischen Konkurrenz heranzukommen, beharrt das Management auf längere Arbeitszeiten: "Wir könnten uns vorstellen, dass zum Beispiel Aus- und Weiterbildungszeiten der jeweilige Mitarbeiter trägt." Zur Senkung der Personalkosten - sie lagen 2005 bei 1,698 Milliarden Euro - könne man aber den Mitarbeitern vor allem an so teuren Wohnorten wie München keine Einkommenseinschnitte zumuten.

Im Januar und Februar 2006 ist der Auftragseingang um 38,8 Prozent gestiegen "und das ohne Großauftrag", betonte Weinmann. Auch für März sei MAN "sehr erfolgreich". Es wurden 8000 LKW bestellt.

Bis 2010 peilt MAN die Marke von 100 000 verkauften LKW an. Dieser Zuwachs soll vornehmlich in den wachsenden Märkten Asiens und Osteuropas erreicht werden, wo derzeit zwei neue Werke in Indien und Polen entstehen.

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