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Mannesmann-Verfahren eingestellt

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- Düsseldorf - Der Mannesmann-Prozess um Millionenabfindungen ist eingestellt. Das Düsseldorfer Landgericht erteilte den sechs Angeklagten die Auflage, insgesamt 5,8 Millionen Euro zu zahlen. Das verkündete der Vorsitzende Richter des Verfahrens, Stefan Drees. Nach Angaben von Drees besteht kein öffentliches Interesse an einer Fortsetzung des Verfahrens.

Die Taten seien schon vor sechs Jahre begangen worden. Die Angeklagten - unter ihnen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann - seien in der Vergangenheit einer überdurchschnittlichen Belastung ausgesetzt gewesen. Offene rechtliche Fragen hätten in einem überschaubaren Zeitraum nicht geklärt werden können, argumentierte der Richter.

Das Gericht folgte mit seinem Beschluss einem Antrag der Verteidiger von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der 3,2 Millionen Euro aufbringen muss. Fast sieben Jahre nach der Übernahme von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone ist das spektakulärste deutsche Wirtschafts-Strafverfahren damit ohne Urteil beendet. Die millionenschweren Geldauflagen, die die Angeklagten insgesamt zahlen müssen, entsprechen etwa einem Zehntel des Volumens der umstrittenen Prämien- und Pensionsbeschlüsse, deretwegen sie vor Gericht standen.

Staatsanwaltschaft und Angeklagte hatten der Einstellung bereits am vergangenen Freitag zugestimmt, auch Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser, der stets einen Freispruch angestrebt hatte. Er muss 1,5 Millionen Euro zahlen.

Die sechs Angeklagten standen wegen des Vorwurfs der schweren Untreue oder der Beihilfe dazu vor Gericht. Es ging um die Ausschüttung von 57 Millionen Euro Prämien und Pensionszusagen. Das Landgericht hatte in einem ersten Prozess alle Angeklagten 2004 freigesprochen. Dieses Urteil war vor knapp einem Jahr vom Bundesgerichtshof aufgehoben und der Fall an das Landgericht zurückverwiesen worden.

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