+
Ein Firmenschild der Manroland AG, aufgenommen am Haupteingang des Werks "Alois-Senefelder-Allee 1" des Druckmaschinenherstellers in Augsburg. Manroland hatte am 25. November Insolvenz angemeldet.

Erste Interessenten für Manroland: Spaltung möglich

Augsburg - Kurz nach der Pleite des Augsburger Druckmaschinenherstellers Manroland haben sich die ersten Übernahmeinteressenten gemeldet. Wasüber die Interessenten bekannt ist:

Lesen Sie dazu:

IG Metall: Politik muss Manroland helfen

“Die Ernsthaftigkeit der Interessenten muss erst noch geprüft werden. Wir werden in dieser und nächste Woche noch erste Gespräche führen“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider der “Financial Times Deutschland“ (Dienstag). Zu konkreten Namen könne er keine Angaben machen. Schneider deutete an, dass der Konzern mit 6500 Beschäftigten in die Bereiche Zeitungsdruck und Bogenoffset aufgespalten werden könnte. “Eine getrennte Lösung wäre einfacher“, sagte er. “Anpassungen in kleineren Einheiten sind leichter.“

Schneider sagte, möglichst schnell müsse das Unternehmen einen Massekredit bekommen, um die Lieferanten halten zu können - voraussichtlich sei ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag nötig. An diesem Dienstag seien hierzu erste Gespräche mit den Banken geplant. Konsortialführer bei den Kreditinstituten ist Unicredit/HypoVereinsbank. “Es wäre ungewöhnlich, wenn ich den Massekredit nicht bekommen sollte“, sagte Schneider.

Insolvenzverwalter strebt Investorenlösung an

Bis zur formellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Februar will Schneider eine Investorenlösung präsentieren: “Ich wünsche mir, dass es bis dahin eine Lösung gibt, mit einem neuen Eigentümer.“ Nach Wegfall des Insolvenzgeldes wäre es andernfalls nicht einfach, weitere Aufträge zu erhalten.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hatte Forderungen nach Staatshilfen für den Konzern mit Produktionsstandorten in Augsburg, Offenbach und Plauen am Montag eine klare Absage erteilt. Manroland hatte am Freitag Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen stellt Bogendruckmaschinen für Werbung und Verpackungsdruck her, aber auch Rollenanlagen für den Zeitungsdruck. Die Firma leidet wie die Branche seit Jahren unter den schrumpfenden Geschäften.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aldi-Rückruf: Salmonellen in Salami entdeckt
Wegen eines Salmonellen-Fundes ist die ausschließlich bei Aldi Nord verkaufte Salami Piccolini zurückgerufen worden.
Aldi-Rückruf: Salmonellen in Salami entdeckt
Dax geht erstmals über 13 000 Punkten ins Ziel
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag erstmals über 13.000 Punkten geschlossen. Beim Stand von 13.003,70 Zählern und einem Plus von 0,09 Prozent ging der deutsche …
Dax geht erstmals über 13 000 Punkten ins Ziel
Daimler muss mehr als eine Million Autos zurückrufen
Wegen defekter Kabel an der Lenksäule will Daimler weltweit mehr als eine Million Autos in die Werkstätten zurückrufen. Fatal: Der Airbag kann durch das Problem …
Daimler muss mehr als eine Million Autos zurückrufen
Mitarbeiter von Air Berlin protestieren für Zukunft
Bei der insolventen Air Berlin bangen Tausende um ihren Arbeitsplatz, der Ärger richtet sich auch gegen Konzernchef Winkelmann. Wird Fliegen nun für viele Menschen auch …
Mitarbeiter von Air Berlin protestieren für Zukunft

Kommentare