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Marke oder No-Name-Produkt? So erkennen Sie es

München - Der Mensch lässt sich im Allgemeinen sehr stark von der Werbung beeinflussen. Doch sind teure Markenprodukte wirklich besser als No-Name-Produkte?

Wer die Hinweise auf den Verpackungen vergleicht, kann richtig Geld sparen, ohne dabei auf die gewohnte Qualität zu verzichten. Denn häufig sind Marken- und No-Name-Produkte beziehungsweise handelseigene Produkte völlig identisch. Für den Hersteller rentiert es sich nämlich meistens nicht, speziell für die Billigmarke die Rezeptur oder die Einstellung der Produktionsanlagen zu ändern. Eine Auslastung der Maschinen rund um die Uhr ist lukrativer. Nur hie und da fallen geringe Rezepturabweichungen auf. Zudem wollen sich Marken-Hersteller das bestens florierende Discountgeschäft nicht entgehen lassen. Bekannte Markenprodukte sind bei Discountern immer seltener zu finden, weil der Name der entsprechenden Kette selbst zur Marke gemacht werden soll. Was liegt also näher, als die Marke unter dem beliebten Discountlabel zu verstecken? Wer wissen will, ob sich hinter dem preiswerten Joghurt, dem Kaffee oder den Würstchen eine teure Marke verbirgt, sollte den folgenden Produktcheck machen.

Identitätszeichen

Betriebe, die tierische Lebensmittel wie beispielsweise Milch oder Fleisch verarbeiten, unterliegen der Zulassungspflicht. Die Zulassung ist an bestimmte hygienische Anforderungen gebunden. An diesem Zeichen kann erkannt werden, wo das Produkt zuletzt be- oder verarbeitet wurde. DE steht für Deutschland, die Bundesland-Kennung BY für Bayern und die dreistellige Zulassungsnummer für den Betrieb. Ist diese Nummer sowohl auf dem Marken- als auch auf dem No-Name-Produkt identisch, stammt beides aus dem gleichen Betrieb.

Zutatenliste

Sind Zutaten, Zusatzstoffe und die Nährwertangaben identisch, handelt es sich in der Regel um ein und das selbe Produkt. Selbst geringe Abweichungen können noch auf den gleichen Hersteller hinweisen. Die Verbraucherzentrale kennt Preisunterschiede von über 45 Prozent.

Herstellungsort

Ist auf beiden Produkten der Herstellungsort oder die Postleitzahl gleich, wird es sich wahrscheinlich um den gleichen Herstellerbetrieb handeln. Das Internet spuckt zudem bei der Eingabe „Markenprodukte Lebensmittel Liste“ eine Vielzahl von Erkennungslisten aus. Auf der Verpackung sind die wichtigsten Angaben aufgedruckt. Allerdings wird der Markencheck dadurch erschwert, dass Markenhersteller ihren Produkten reichlich Platz für umfangreiche Werbung geben, so dass die Pflichtangaben dort umständlicher zu entziffern sind.

Rubriklistenbild: © dpa

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