Maschinenbau-Firmen voll ausgelastet

- Frankfurt - Produktionsrekord, randvolle Auftragsbücher, 25\x0f000 neue Jobs in 15 Monaten und eine verdoppelte Wachstumsprognose für 2007: Die Maschinenbauer in Deutschland haben im Boomjahr 2006 allen Grund zum Jubeln. Der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Dieter Brucklacher, sagte, damit habe der deutsche Maschinenbau in den Jahren 2004 bis 2006 insgesamt um real 18 Prozent zugelegt. Einige Unternehmen bekommen sogar erste Kapazitätsprobleme.

2006 sei für die Branche deutlich besser gelaufen als erwartet, betonte Brucklacher. "Bei der Auslandsnachfrage waren bis Oktober 2006 keine Ermüdungserscheinungen auszumachen." Sie habe das hohe Niveau von 2005 um real 14 Prozent übertroffen. Die Bestellungen aus dem Inland stiegen seit einem Jahr und kletterten um 21 Prozent ­ allerdings von einer eher bescheidenen Basis aus, meinte Brucklacher.

Der VDMA-Präsident erklärte auch, das Inlandsgeschäft bewege sich damit "endlich wieder auf dem Niveau der Jahre 1990/1991". Eine solche Dynamik habe der Verband nicht erwartet. Doch die hohe Nachfrage sei nur ein Grund, warum die Branche auf der Erfolgsspur fahre. "Die Maschinenbauer haben in den vergangenen Jahren erfolgreich innoviert, flexibilisiert, restrukturiert und optimiert."

Im kommenden Jahr, für das der Verband seine Wachstumsprognose von 2 auf vier Prozent anhob, könnten noch einmal 5000 bis 10\x0f000 Arbeitsplätze entstehen. Die Kehrseite des ungebrochenen Nachfragebooms: Immer mehr Unternehmen klagen über Produktionsengpässe. 38 Prozent berichteten bei einer Befragung von Behinderungen, wie Brucklacher erklärte. Aber die Unternehmen hätten in der Vergangenheit kräftig investiert, sodass 2007 höhere Kapazitäten zur Verfügung stünden. Eine Gewinnexplosion erwartet Brucklacher nicht. Dem stünden hohe Rohstoffpreise und der starke Euro entgegen. Er sehe daher auch keinen Spielraum für kräftige Lohnerhöhungen 2007.

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