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Die Lieferungen deutscher Maschinenbauer in die USA haben in den ersten vier Monaten um 7,5 Prozent zugelegt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Branchenverband VDMA

Maschinenbauer: Export gewinnt an Tempo

Der Handelsstreit zwischen den USA und anderen Länder spitzt sich zu. Die Konjunkturaussichten trüben sich ein. Dennoch läuft das Export-Geschäft der deutschen Maschinenbauer rund.

Frankfurt/Main (dpa) - Unbeeindruckt von Handelskonflikten und dunkleren Wolken am Konjunkturhimmel haben Deutschlands Maschinenbauer ihr Exporttempo erhöht.

In den ersten vier Monaten stieg die Ausfuhr von Maschinen "Made in Germany" einschließlich Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 56,1 Milliarden Euro, wie der Branchenverband VDMA am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die stärksten Zuwächse verbuchte die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie in den USA und China.

Die Lieferungen in die Vereinigten Staaten legten um 7,5 Prozent zu. Die USA sind der wichtigste Einzelmarkt für die Branche, dicht gefolgt von China. Im Geschäft mit dem Reich der Mitte gab es ein Plus von 16,4 Prozent. Jedoch werde der Zuwachs im Vergleich zu den Raten des vergangenen Jahres (22,6 Prozent) wie erwartet allmählich kleiner. "Dennoch können die Exporte nach China weiter steigen, da die Volksrepublik mit ihrer Initiative "Made in China 2025" einen wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Maschinen aus Deutschland hat", erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Die Lieferungen in die Partnerländer der Europäischen Union (EU) legten zwar nur um 1,7 Prozent zu. Die Zahlen seien allerdings vorläufig. Sie dürften in den nächsten Monaten noch stark nach oben korrigiert werden, erklärte der VDMA. Die EU ist die mit Abstand wichtigste Absatzregion für die Branche. Die Einfuhr von Maschinen nach Deutschland insgesamt wuchs - vor allem wechselkursbedingt - lediglich um 1,5 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro.

Sorgen bereiten den Maschinenbauern die vor allem von den USA angeheizten Handelskonflikte mit China, der EU und anderen Ländern. Zölle und andere Handelshemmnisse können exportorientierte Unternehmen empfindlich treffen. Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute senkten auch wegen des Streits um Strafzölle ihre Konjunkturprognosen für Deutschland. Eine Ausweitung von Handelsbarrieren sei zu einem nicht mehr vernachlässigbaren Risiko geworden, warnte das Ifo-Institut.

Trotz schlechterer Konjunkturaussichten hatte der VDMA angesichts prall gefüllter Auftragsbücher jüngst seine Prognose bekräftigt. Danach soll die Produktion in diesem Jahr preisbereinigt (real) um 5 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr hatte die Branche ein Plus von 3,9 Prozent erzielt.

VDMA-Mitteilung

Mitteilung des Ifo-Instituts

Prognose der Bundesregierung

DIW-Mitteilung zur Wachstumsprognose

Mitteilung des RWI zu seiner Prognose

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