Maschinenbauer wollen 30 000 neue Stellen schaffen

Frankfurt/Main - "Aktuell haben wir 10 000 offene Stellen", sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Manfred Wittenstein, am Dienstagabend im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.

 Zusätzlich will der deutsche Maschinenbau trotz der schwächeren Konjunktur auch in diesem Jahr rund 30 000 neue Stellen schaffen. 

Viele Jobs blieben unbesetzt, weil qualifizierte Mitarbeiter fehlten. Seit drei Jahren stellt der größte industrielle Arbeitgeber zusätzliche Mitarbeiter ein. Grund dafür ist der langanhaltende Aufschwung, der vor allem von der starken Nachfrage aus dem Ausland getrieben wird.

Im vergangenen Jahr baute die mittelständisch geprägte Industrie dank der boomenden Nachfrage 50 000 neue Stellen auf. Die Branche beschäftigt derzeit mit 955 000 Mitarbeitern so viele wie seit 1994 nicht mehr. Wachstumspotenzial zieht der Verband im Bereich Erneuerbare Energien. "Es wird mit 200 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen allein in diesem Bereich gerechnet", sagte Wittenstein. Der VDMA fordert eine bessere Ingenieurausbildung, mehr Einwanderung von Fachkräften und mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt.

Nach dem Boom mit einem zweistelligen Produktionsplus 2007 rechnen die Maschinenbauer nun mit einer langsameren Gangart. "Wir erleben einen Tempowechsel", sagte der Präsident. Der starke Euro, die schwächere Weltkonjunktur und die hohen Rohstoffpreise machen der Industrie zu schaffen.

"Wir sind hart am Wind gesegelt und segeln jetzt etwas langsamer." In diesem Jahr rechnet der VDMA nach wie vor damit, dass sich das Produktionsplus auf fünf Prozent halbiert - das ist aber immer noch der fünfte Rekordwert in Folge. Die Produktion soll 192 Milliarden Euro erreichen. Die steigenden Ölpreise kann die Branche nach eigener Aussage noch gut verkraften, da Energiekosten nur ein Prozent der Gesamtkosten ausmachten.

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