Mit Maus und Mikrofon machen sich Sprachlerner urlaubsfit

- Sind Sie fit für den Flirt am Eiffelturm? Würden Sie den italienischen Hotelier verstehen? Können Sie im griechischen Bergdorf nach dem Weg fragen? Zumindest ein paar Brocken Sprache zu lernen, gehört zur guten Urlaubsvorbereitung. Wer für Kurse keine Zeit hat, kann am Computer Vokabeln pauken und Sätze nachsprechen. Die Auswahl an Software wird immer größer. Wir haben mehrere Pakete getestet.

<P>Lernen mit Jacqueline</P><P>Digital Publishing (getestet: Französisch). Jacqueline weiß alles, sagt alles, hört alles. Sie ist hübsch, aber unnachgiebig. Die virtuelle Französisch-Lehrerin der preisgekrönten Software der Münchner Firma sagt ganze Sätze vor, lässt Worte nachsprechen ("Trainiere Deine Aussprache!") und bewertet rund 10 000 Übungen. Wer gut ist, bekommt ein digitales Lächeln geschenkt. Mitunter singt die Dame sogar. Das Menü benötigt etwas Einarbeitungszeit. Das Mikrofon für die eigens programmierte Spracherkennung muss genau eingestellt werden. Selbst das fehlerfreie Anfänger-Programm ist hoch professionell, nichts fürs Lernen auf den letzten Drücker. Regelmäßig genützt, ist es fast wie Einzelunterricht.</P><P>Jacqueline ist käuflich: 99,99 Euro fürs Intensivprogramm, Bestandteile ab 19,99 Euro. Headset sowie Windows (ab 95), Pentium und 32 MB RAM nötig. Auch für Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch.</P><P>Häppchen im Paket</P><P>Hueber (getestet: Selbstlernkurs Französisch, außerdem Italienisch, Russisch). Das dicke Paket mit Büchern, Kassetten, CDs und der CD-ROM "MultiLingua intensiv" ist voll anfängertauglich: In Minihäppchen wird dem Selbstlerner Basiswissen von bonsoir bis merci serviert. Dazu gibt es einfachste Übungen - sogar zum Rechnen animiert der Silberling und lehrt spielerisch das Zählen in der Fremdsprache. Der Computer spricht vor, der Nutzer nach. Spracherkennungs-Software gibt es jedoch nicht. Parallel können Übungen und Einheiten im 300-Seiten-Buch, auf den CDs und Kassetten absolviert werden. 15 Lektionen und 1500 Vokabeln später sollte die Verständigung gut klappen. Wer täglich eine halbe Stunde paukt, hat das Pensum in drei Monaten absolviert.</P><P>39,95 Euro, auch Englisch, Italienisch, Spanisch. System: Pentium 166 MHz empfohlen, Windows (ab 95), 32 MB RAM. Hueber bietet viele weitere Programme an: Schnellkurse (28,50 Euro, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch), Business-Software, sogar Kurse für Russisch und Chinesisch.</P><P>Spontan virtuell</P><P>Kauderwelsch digital (getestet: Griechisch, 2003). Das Programm bietet auf CD-ROM ein vertontes Lehrheft und ist auf Urlauber zugeschnitten. Geeignet für den schnellen Einstieg in Sprachen. Die Scheibe lässt sich auch als Audio-CD einsetzen und funktioniert ohne Buch. Die von uns getestete Version enthielt leider viele Fehler. Keine Spracherkennung.</P><P>14,90 Euro, erhältlich in fast allen Urlaubssprachen bis hin zu Arabisch. System: Windows (ab 95) oder Apple Macintosh und Adobe Acrobat Reader notwendig.</P><P>Sabine begleiten</P><P>Axel Juncker Verlag (Test: Multimedia-Package Französisch). Sabine aus München kommt in eine französische Familie. Wer sie virtuell begleitet, lernt schnell wichtige Floskeln. Das Programm ist einfach, ohne Schnickschnack, aber clever. Vor allem der Wortschatzteil mit rund 4000 Vokabeln lässt sich prima handhaben. Die Fortsetzungsgeschichte hilft bei der Motivation. Fast jeder Satz ist vertont. Hier und da gibt's Landeskunde. Das Nachsprechen der Vokabeln mit Auto-Korrektur vom Computer ist im Sprachkurs nicht möglich. Für Anfänger und Auffrischer geeignet. Eine CD-ROM mit Wortschatztrainer wird mitgeliefert.</P><P>9,95 Euro, auch in Englisch, Italienisch, Spanisch. System: PC 486, Windows (ab 95), 16 MB RAM notwendig.</P><P>Interktiv lernen</P><P>Pons ("Französisch Anfänger, Interktiv"). Die grünen Wörterbücher sind bekannt, jetzt kommt die Software. Das Lernpaket mit elektronischem Wörterbuch stellt typische Sprechsituationen in den Mittelpunkt. Jede Lektion enthält einen Dialog, dessen Tempo regelbar ist. Die Aussprache wird über das Headset mit Mikrofon (enthalten) trainiert. Stimmt die Aussprache nicht, gibt's Verbesserungsvorschläge.</P><P>49 Euro, auch Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch. System (u.a.): Für PC ebenso wie für Macintosh. Pentium-III mit 600 MHz, Windows (ab 98), 128 MB RAM.</P><P>Sprechen und führen</P><P>Langenscheidt (Test: Sprachtraining Spanisch). Saludos, amigos: Das neue Programm richtet sich vor allem an Sprachauffrischer. Sie können sich kurz vor Abflug fit machen fürs Sprechen im Urlaubsland. Leicht zu bedienen und professionell gestaltet. Anfängern allerdings wird es spanisch vorkommen: Hier geht's gleich um Adjektiv, Adverb und Artikel, und der Sprecher begrüßt in perfektem Spanisch. Mit Mikrofon kann ihm geantwortet werden. Dazu gibt es lange Kapitel mit Landeskunde, Infos zum Einkaufen, Essen, Sehenswürdigkeiten - ein Reiseführer aus der Polyglott-Datenbank ist auf der Scheibe integriert.</P><P>19,95 Euro, auch Italienisch und Englisch. System: min. Pentium II, 400 MHz, 128 MB RAM, Windows (ab 95b), Windows Media Player, Internet-Explorer ratsam.<BR></P>

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