Per Mausklick zum Traumurlaub: Internet-Reisebüros im Vergleich

- Geht es darum, eine Reise zu buchen, nutzen die Deutschen immer öfter das Internet. Jede sechste Urlaubsofferte hierzulande wird mittlerweile per Mausklick geordert. Das ist längst leicht und komfortabel möglich, wie ein Vergleich mehrerer Online-Reisebüros ergeben hat. Doch Vorsicht: Mancher Anbieter operiert mit unfairen Geschäftsbedingungen. Unsere Zeitung zeigt die Ergebnisse der Untersuchung.

Die Urlaubs-Experten der unabhängigen Stiftung Warentest haben im aktuellen "Test"-Heft die 13 größten Internet-Reisefirmen herausgepickt und unter die Lupe genommen. Geprüft wurden unter anderem die Nutzerfreundlichkeit, der Webauftritt, der Umfang des Reiseangebots, die Bezahlmöglichkeiten, die Telefon-Hotline und die sogenannten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Das Fazit: "Selbst für Einsteiger ist die Online-Buchung von Pauschalreisen leicht zu schaffen."

Am besten bewerteten die Tester den Anbieter Weg.de aus München. Ebenfalls mit dem Gesamturteil "gut" schnitten Opodo.de und Travel-Channel.de ab. Wie die anderen Kandidaten auch glänzten sie in puncto Bedienfreundlichkeit. Auch die Bezahlung per Überweisung, Bankeinzug oder Kreditkarte sowie die Stornierung funktionierte bei allen Webseiten unkompliziert.

Deutliche Unterschiede ergaben sich allerdings bei der Zahl der angebotenen Reisen und auch bei den Preisen. Während etwa eine Mallorca-Reise mit gleichen Eckdaten in einem Portal bereits ab 586 Euro zu haben war, ging bei einem anderen Anbieter unter 850 Euro gar nichts. Bei der Stichprobe hatten Start.de, Opodo.de, Ebookers.de Expedia.de und Weg.de die günstigsten Angebote auf Lager, Thomascook.de und Travel24.de die teuersten. "Wer preiswert verreisen will, sollte vor der Buchung intensiv die Preise mehrerer Anbieter vergleichen", empfahl Falk Murko von der Stiftung Warentest auf Nachfrage.

Punktabzug gab es bei dem Test für wenig kundenfreundliche "Tricks" der Reisefirmen. So kritisierten die Tester, dass sieben Anbieter - Alltours.de, Ebookers.de, Expedia.de, ITS.de, Thomascook.de, Travelchannel.de und Weg.de - vor dem letzten Buchungsklick plötzlich ein Versicherungspaket einrechnen. Die ungewollte Offerte müssen die Kunden deaktivieren. Kritik gab es auch für die Preisangaben: Häufig stehen bei den Angeboten niedrige "Ab"-Beträge dabei. "Die echten Preise sind in der Regel aber viel höher", stellten die Tester fest.

Auf Missbilligung stieß zudem, dass bei rund der Hälfte der getesteten Internet-Reisebüros Kunden durch die AGBs zum Teil benachteiligt werden. Einige räumen sich beispielsweise einseitig das Recht ein, Leistungen zu ändern, ohne auf die Kunden Rücksicht zu nehmen. Oder sie versuchen ihre Haftung gegenüber dem Kunden auszuschließen. Tui.de, Alltours.de, Avigo.de, Its.de und Start.de schlossen deswegen mit "befriedigend" anstatt mit "gut" ab. Falk Murko: "Wir fordern die Anbieter auf, die nachteiligen Klauseln schnell zu ändern."

Nach seinen Worten müssen diese aber nicht unbedingt ein Grund sein, bei einem der betroffenen Anbieter nicht zu buchen. Wie die Verbraucherzentralen empfiehlt er vor der Buchung einen kritischen Blick auf die AGB zu werfen und diese auszudrucken. Die Klauseln müssen dem Nutzer vor der Buchung angezeigt werden.

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