Maut: Toll-Collect-Chef muss offenbar gehen

- München - Toll Collect-Geschäftsführer Michael Rummel verliert angeblich seinen Posten. Rummel wird unter anderem vorgeworfen, dass er den Einbau der Bordgeräte zur Maut-Abrechnung angeordnet hat, obwohl er internen Vermerken zufolge von der Telekom-Tochter T-Systems schriftlich darauf hingewiesen worden sei, dass sie nicht funktionierten, wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Kreise des DaimlerChrysler-Konzerns berichtet.

<P>Der frühere Mannesmann-Telekommunikationschef Peter Mihatsch soll das Unternehmen weiterführen. Er sei bereits seit einigen Wochen bei Toll Collect als Berater tätig und solle Aufsichtsratsvorsitzender der Firma werden. Gegenwärtig hat diesen Posten noch Klaus Mangold inne.</P><P>Das bayerische Transportgewerbe erwartet durch die Einführung der Lastwagen-Maut bis zu 20 Prozent zusätzliche Kosten. Dies gab Wilhelm Heise, Geschäftsführer des Landesverbands Bayerischer Spediteure, in München bekannt. "Wenn wir unsere Kosten nicht zu 100 Prozent erstattet bekommen, ist unser Gewerbe in Gefahr", sagte er weiter. Bis zu 20 Prozent der rund 270 000 Arbeitsplätze seien dann bedroht. Heise erklärte dennoch das prinzipielle Einverständnis seines Verbandes zur Einführung der Autobahngebühr. Dadurch würden jetzt auch die ausländischen Lastwagen, die Deutschland als Transitland benutzen, zur Kasse gebeten.<BR></P>

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