McDonald's dank weltweitem Geschäft mit Gewinnplus - USA schwach

Oak Brook - Die weltgrößte Fast-Food-Kette McDonald's hat dank eines starken internationalen Geschäfts in Europa und Asien im Schlussquartal 2007 mehr verdient. Verstärkt auf die regionalen Märkte ausgerichtete Speisen hätten sich ausgezahlt, sagte Konzernchef Jim Skinner am Montag in Oak Brook (Illinois). Der US-Heimatmarkt hingegen schwächelt angesichts der lahmenden Konjunktur deutlich.

Der Überschuss von McDonald's erhöhte sich im vierten Quartal um drei Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Zum Gewinnplus trugen auch eine Steuergutschrift und der schwache Dollar bei. Der Umsatz stieg inklusive der Franchise-Restaurants um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro).

Europa ist für McDonald's der zweitgrößte Markt, in Deutschland ist McDonald's die mit Abstand größte Gastro-Kette. Inganz Europa seien Umsatz und Betriebsgewinn im vierten Quartal prozentual zweistellig gewachsen. Auch in den Märkten Asien/Pazifik, Naher Osten und Afrika hätten die Umsätze um mehr als zehn Prozent zugelegt.

Das Unternehmen übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Vor allem wegen des schwachen US-Geschäfts verlor die Aktie jedoch zum Handelsstart mehr als fünf Prozent auf rund 51 Dollar. Für das Geschäft im laufenden Jahr sei er weiter optimistisch, sagte Skinner. Weltweit zählt McDonald's täglich rund 56 Millionen Kunden.

In den seit mindestens einem Jahr geöffneten US-Filialen stagnierten die Umsätze im Dezember. McDonald's machte dafür die Finanzprobleme vieler Verbraucher und schlechtes Wetter verantwortlich. McDonald's baut derzeit sein Kaffeeangebot weltweit und auch in Deutschland stark aus und will damit unter anderem der Kaffeehauskette Starbucks mehr Konkurrenz zu machen.

Im scharfen Wettbewerb mit den Konkurrenten Burger King und Wendy's lockt McDonald's zudem Kunden mit Angeboten wie einem Doppel-Cheeseburger für einen Dollar in seine Filialen. Burger King legt seine Bilanz an diesem Donnerstag vor. Wendy's prüft derzeit seine weitere Strategie inklusive eines möglichen Verkaufs. Der US-Investor Nelson Peltz hatte zuletzt seine milliardenschwere Offerte für die drittgrößte US-Schnellrestaurant-Kette Wendy's verringert.

Im Gesamtjahr 2007 führte der Verkauf des lateinamerikanischen Geschäfts an einen Lizenznehmer bei McDonald's zu einmaligen Sonderbelastungen in Milliardenhöhe. Trotz eines Umsatzanstiegs um neun Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar sank daher der Überschuss um fast ein Drittel auf 2,4 Milliarden Dollar.

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