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Die Fastfood-Kette McDonald's lies einen Pächter von einem Detektiven beobachten.

McDonald's setzt Detektiv auf Pächter an

Frankfurt - Weil ein Pächter jahrelang Gelder an die McDonald's-Kinderhilfe unterschlagen haben soll, setzte die Fastfood-Kette einen Privatdetektiv auf ihn an.

Die Fastfood-Kette McDonald's in Deutschland hat nach einer Auseinandersetzung mit einem Pächter einen Detektiv auf ihn angesetzt. Es habe sich dabei um einen einmaligen Fall gehandelt und werde nicht wieder vorkommen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zuvor hatte das “Wall Street Journal“ über den Fall berichtet.

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Der Pächter war Franchisenehmer von McDonald's-Restaurants in Frankfurt und soll jahrelang Gelder an die McDonald's-Kinderhilfe unterschlagen haben. McDonald's betreibt, wie viele andere Ketten auch, einen Großteil seiner Restaurants als so genanntes Franchise. Bei diesem Modell gibt ein Unternehmen selbstständigen Partnern das Recht, unter seinem Namen Geschäfte zu betreiben und kassiert dafür einen Teil der Einnahmen.

Das Verhältnis von McDonald's Deutschland zu den 256 Franchise- Nehmern sei exzellent, teilte ein Unternehmens-Sprecher mit. “Der Einsatz eines privaten Überwachungsunternehmens ist nur einmalig in einem besonderen Ausnahmefall angewendet worden, da es sehr konkrete Hinweise auf massive Verstöße gegen die vertraglichen Vereinbarungen durch einen Franchise-Nehmer gab.“ Die Verstöße seien inzwischen auch höchstrichterlich bestätigt worden. “Dennoch sehen wir von einem Einsatz selbst in einem solchen Fall für die Zukunft ab.“ Es sei keine Politik des Hauses, Privatdetektive zu engagieren. “Es existiert auch keine Strategie, Franchise-Nehmer aus dem System zu drängen.“

Deutschland ist für McDonald's einer der wichtigsten Märkte weltweit. Insgesamt 942 Millionen Gäste zählten die rund 1350 deutschen Restaurants nach Angaben des Unternehmens im Jahr 2008.

dpa

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