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Media Markt und Saturn könnten vor einem großen Umbruch stehen.

Sonderangebote und mehr Platz für Apple und Co.

Media Markt und Saturn planen große Veränderungen: Müssen Mitarbeiter um ihre Jobs bangen?

Die Filialen von Media Markt und Saturn könnten ihr Erscheinungsbild verändern. Freunde von Apple, Samsung und Co. dürfte das freuen. Doch der Schritt hat einen heiklen Hintergrund.

Ingolstadt - Die Geschicke der beiden Elektro-Einzelhandelskette Media Markt und Saturn werden in Ingolstadt geleitet. Im Hauptsitz der Verwaltungseinheit Media-Saturn-Holding sind bislang rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Offenbar könnten 700 von ihnen entlassen werden.

Wie das Manager Magazin berichtet, will Geschäftsführer Ferran Reverter den Konzern umbauen. Der Spanier ist seit Oktober Chef des Unternehmens, das im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatzrückgang um 0,9 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro verzeichnete. Dabei ist die Entlassung der Mitarbeiter in der Konzernzentrale nur ein Teil der Reformpläne. 

Ferran hat bereits die Führungskräfte aus verschiedenen Abteilungen ausgetauscht.

Saturn und Media Markt: Apple, Samsung und Co sollen bald selber in den Filialen verkaufen

Auch in den Filialen könnten sich viele Dinge verändern. Das Dauersortiment soll angeblich in seinem Umfang eingeschränkt werden, stattdessen soll es mehr Aktionsware geben. Außerdem: Dem Bericht zufolge sollen künftig die Hersteller der Elektronik ihre Produkte vermehrt selbst im Laden vertreiben.

Lesen Sie auch: Media Markt/Saturn: Unternehmen will mehrere hundert Stellen streichen

Wenn Apple, Samsung und Co. ihre Produkte selber verkaufen, hat das für Media Markt und Saturn gleich mehrere Vorteile: Die Filialen könnten Mitarbeiter einsparen und erhielten lukrative Mieten für die Verkaufsflächen. Auch das kaufmännische Risiko hält sich für die Einzelhandelskette in Grenzen, wenn die Hersteller auf eigene Rechnung in den Filialen verkaufen.

Saturn und Media Markt: 62.000 Mitarbeiter - einige müssen wohl um ihren Arbeitsplatz bangen

Die Media-Saturn-Holding hat den Bericht des Manager Magazins nicht bestätigt. Es handle sich um Spekulationen, heißt es. Das Unternehmen ist mit seinen Einzelhandelsketten in vielen europäischen Ländern vertreten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte es nach eigenen Angaben rund 62.000 Mitarbeiter beschäftigt. 

Die Marke Saturn ist in vielen Ländern bereits verschwunden. Filialen wurden entweder geschlossen oder zu Media-Markt-Filialen umgewandelt. Ob dieser Schritt auch in Deutschland droht, ist bislang noch nicht bekannt. 

dg

Video: Der Mutterkonzern ist schon länger unter Druck  

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