Die niederländische Handelskette geht mit dem Einstieg in den deutschen Markt ein großes Risiko ein.
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Die niederländische Handelskette geht mit dem Einstieg in den deutschen Markt ein großes Risiko ein.

Neue Konkurrenz

„Stadt für Stadt“: Holländische Elektronikkette greift Media Markt/Saturn in Deutschland an

Obwohl sich der Elektronik-Handel mehr und mehr ins Internet verlagert, plant eine niederländische Kette den Sprung nach Deutschland - mit großen Versprechungen.

Düsseldorf - Die Marktführer im stationären Elektronik-Handel bekommen neue Konkurrenz. Mit dem niederländischen Anbieter Coolblue steigt ein echtes Schwergewicht in den deutschen Markt ein. Den bisherigen Platzhirschen Media Markt* und Saturn droht nach Corona-Krise* und Abwanderung der Kunden zu Online-Händlern ein weiterer Verlust ihrer Marktanteile.

Gerade der Umstieg auf den Online-Handel führte bundesweit zu Ladenschließungen und Umsatzverlusten der deutschen Ketten. Durch die niederländische Konkurrenz dürfte sich die Situation nochmals deutlich verschärfen. Ob deren Markteinstieg Erfolg haben wird, ist aber noch völlig offen.

Coolblue: Kundenzufriedenheit statt Rabattschlachten

Coolblue will neue Kunden mit großen Versprechen in die Filialen mit blauem Anstrich locken. So sollen laut chip.de in der Metropolregion Rheinland und Teilen des Sauer- und Münsterlandes Bestellungen, die vor 23:59 eingehen, bereits am Folgetag vor der Tür stehen. Möglich soll dies für das ganze Sortiment sein. Für andere Teile Deutschlands gilt das Versprechen für Bestellungen, die vor 17 Uhr eingehen. Ausgenommen sind sperrige Produkte wie Kühlschränke oder Fernseher.

Große Pläne verfolgt Coolblue auch mit seinem Filial-Geschäft. Noch Ende des Jahres soll der erste deutsche Standort eröffnet werden - im Düsseldorfer Kö-Bogen*. Auf über 2.600 Quadratmetern liegt der Fokus laut einer Pressemitteilung auf „überdurchschnittlicher Kundenzufriedenheit“. Statt Preisführerschaft strebe man vor allem einen umfangreichen All-in-one-Service an. Dazu gehöre auch „nicht jede Woche eine Rabattschlacht“ auszurufen, obwohl man an Aktionen wie dem Konsum-Feiertag Black-Friday durchaus teilnehmen werden.

Coolblue: „Gute Innenstadtlagen“ gesucht

In Düsseldorf soll für den stark expandierenden niederländischen Marktführer noch lange nicht Schluss sein. Wie Coolblue-Gründer und -Chef Pieter Zwart der Welt am Sonntag mitteilte, werde man sich „den deutschen Markt Stadt für Stadt“ vornehmen. Dafür suche man derzeit in NRW „intensiv nach geeigneten Standorten, typischerweise mit 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche in guten Innenstadtlagen.“ *Merkur.de ist ein Teil von IPPEN-MEDIA

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