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MediaMarktSaturn warnt vor „Engpässen zu Weihnachten“: Bei diesen Produkten wird es knapp

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Von: Thomas Schmidtutz

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Mediamarkt-Filiale: Der Elektronikhändler warnt in wichtigen Produktgruppen vor Engpässen zum Weihnachtsgeschäft.
Mediamarkt-Filiale: Der Elektronikhändler warnt in wichtigen Produktgruppen vor Engpässen zum Weihnachtsgeschäft. © Henning Kaiser/dpa

Europas größter Elektronikhändler MediaMarktSaturn stellt sich zu Weihnachten auf Lieferengpässe bei beliebten Produktgruppen ein. Für Last-Minute-Käufer ist das keine gute Nachricht.

Ingolstadt/Kiel - Der Elektronikhändler MediaMarktSaturn hat angesichts der Corona-Pandemie und des anhaltenden Halbleitermangels vor Lieferengpässen zu Weihnachten gewarnt. Derzeit seien die Lager zwar „noch gut mit den entsprechenden Waren gefüllt“, erklärte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage gegenüber Merkur.de.

Allerdings hätten bereits „einige Lieferanten signalisiert, dass es in den kommenden Monaten zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von einzelnen Produkten“ kommen könne. Dies gelte insbesondere für „Smartphones, Tablets, Drucker, Geschirrspüler und Kühlgeräte“. Das genaue Ausmaß der erwarteten Engpässe lasse sich aber derzeit noch nicht absehen, sagte die Sprecherin der Ceconomy-Tochter.

Weihnachtsgeschenke: IfW-Ökonom erwartet Engpässe

Auch Ökonomen gehen in Teilbereichen von einer angespannten Liefersituation zu den Festtagen aus. Grundsätzlich werde „der Großteil der Unterhaltungselektronik für das Weihnachtsgeschäft zur Verfügung stehen“, erwartet Vincent Stamer vom renommierten Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. Bei einzelnen Gütern könne es jedoch „durchaus zu Verzögerungen und Ausfällen kommen“, erklärte Stamer gegenüber Merkur.de.

Zur Begründung für die Lieferengpässe verweist der Experte für internationalen Handel vor allem auf Corona*. So habe es bei der Produktion von vielen Artikeln immer wieder Unterbrechungen gegeben. Dazu seien die Logistikketten mehrfach massiv gestört worden. Zusätzlich erschwert werde die Lage noch durch den Mangel an Computerchips*.

Weihnachtsgeschenke werden dieses Jahr teurer

Angesichts des angespannten Umfelds müssten sich Verbraucher daher „auf „höhere Preise“ einstellen, sagte Stamer. Bei „nachgefragten Produkten“ sei mit Anstiegen zwischen „fünf bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr“ zu rechnen, erklärte der IfW-Experte. Wer bei Weihnachtsgeschenken sparen will, sollte sich also schon mal auf die Suche machen.

Auch MediaMarktSaturn hat für Verbraucher einen – nicht ganz uneigennützigen – Rat parat: „Grundsätzlich empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden mit Blick auf ihre Einkäufe zu Weihnachten, Anschaffungen nicht zu sehr hinauszuschieben“, heißt es aus der Konzern-Zentrale in Ingolstadt. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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