Medienbericht: Post verkauft Porto zu teuer

Bonn - Die Deutsche Post hat laut einem Bericht des “Spiegels“ ihre Portopreise in den vergangenen Jahren möglicherweise nicht stark genug gesenkt. Das Blatt bezieht sich auf Anwälte von Post-Konkurrenten.

Diese machten geltend, bei der Liberalisierung des Postmarktes vor zehn Jahren habe die Bundesnetzagentur Berechnungen angestellt, wonach der frühere Monopolist seine Portoeinnahmen jährlich um 750 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro hätte senken müssen. Doch bei einem Treffen im März 2002 hätten der noch heute amtierende Behördenchef Matthias Kurth, der damalige Wirtschaftsminister Werner Müller und der damalige Post-Chef Klaus Zumwinkel eine Herabsenkung um nur 270 Millionen Euro vereinbart.

Dem “Spiegel“ zufolge sagte Kurth zu dem damaligen Treffen, es sei “ein übliches Vorgehen, mit Verfahrensbeteiligten Gespräche zu führen“. Ein Vertrag oder eine Vereinbarung sei damals nicht geschlossen worden.

Post-Sprecherin Silje Skogstad sagte der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag, das Unternehmen habe sich den gesetzlichen Regeln entsprechend verhalten. Immerhin habe es eine Preisabsenkung gegeben, obwohl die Post selbst das Preisniveau damals haben halten wollen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Thyssenkrupp besorgt sich gut eine Milliarde Euro
Essen (dpa) - Der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp hat sich nach der Einigung auf eine Fusion der Stahlsparte mit der indischen Tata Steel gut eine Milliarde Euro …
Thyssenkrupp besorgt sich gut eine Milliarde Euro
Brent-Öl steigt auf den höchsten Stand seit Mitte 2015
New York (dpa) - Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg auf den höchsten Stand seit Juli 2015. Am Abend lag der Preis …
Brent-Öl steigt auf den höchsten Stand seit Mitte 2015
Selbstfliegendes Lufttaxi absolviert ersten Testflug in Dubai
Ein spektakuläres Projekt - von einem deutschen Start-Up: In Dubai hat jetzt ein selbstfliegendes Lufttaxi seine ersten Runden gedreht.
Selbstfliegendes Lufttaxi absolviert ersten Testflug in Dubai
Nach der Bundestagswahl: Große Sorge an der griechischen Börse
Wahl mit Folgen: Die Börse in Athen reagiert mit großer Sorge auf die Bundestagswahl. Vor allem die FDP sorgt für Angst und Schrecken unter Anlegern.
Nach der Bundestagswahl: Große Sorge an der griechischen Börse

Kommentare