Medienwächter hofft auf deutsche Beteiligung

- München - Nach dem Aus für die Übernahmepläne Springers für ProSiebenSat.1 hoffen die Medienwächter noch auf einen Investor aus dem Inland. "Eine unternehmerische Beteiligung aus dem Inland wäre wünschenswert", sagte der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Wolf-Dieter Ring. Dabei könnte ein Engagement möglicherweise auf mehrere Schultern verteilt werden. Es würde ihn nicht überraschen, wenn nun in absehbarer Zeit eine neue Lösung präsentiert werden würde.

"Unmittelbar nach dem Rückzug von Springer hat mich Haim Saban darüber informiert, dass er in jedem Fall sicherstellen werde, dass die erfolgreiche und im Wettbewerb gut positionierte Senderfamilie ProSiebenSat.1 erhalten bleibe", sagte Ring. Damit plant Saban offenbar keine Zerschlagung der Senderfamilie. Die kartell- und medienrechtlichen Regelungen, die Springer zur Aufgabe seiner Pläne bewogen hatten, beurteilte Ring als problematisch. Im Inland verwurzelte Unternehmen hätten im Vergleich zu Investoren aus dem Ausland mit deutlich höheren Hürden zu kämpfen.

Die bayerische Regierung rechnet mit einem ausländischen Käufer für ProSiebenSat.1. Nach dem Scheitern der Übernahme sei jetzt eine internationale Lösung wahrscheinlich, sagte Staatskanzleichef Eberhard Sinner.

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