Mehr Beschäftigung in Bayern

Arbeitslosenquote: - Nürnberg - Der milde Winter und die weiter anziehende Konjunktur haben den saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit auch in Bayern erheblich gebremst. Die Zahl der Erwerbslosen stieg zwar im Januar um 43600 auf 430200 Personen an. Das sind aber 118300 oder 21,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Das berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg. Geschäftsführer Andreas Stöhr sprach von einem "verheißungsvollen Zeichen" für die weitere Entwicklung. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vergleich zum Dezember um 0,7 Punkte auf 6,6 Prozent.. Im Januar 2006 betrug sie noch 8,5 Prozent.

"Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hat sich beschleunigt", erklärte Stöhr. Einen derart starken Rückgang binnen Jahresfrist habe es zuletzt im Jahr 1979 gegeben. Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) führte die positive Entwicklung auch auf die deutlich besseren Rahmenbedingungen in Deutschland zurück. "Der positive Trend am Arbeitsmarkt geht beschleunigt weiter", sagte Stoiber am Mittwoch in München.

Aufgabe der Politik sei, alles zu tun, um den Aufschwung zu stärken. Dabei dürfe keine Pause eingelegt werden. Als besonders erfreulich nannte Stoiber, dass die Arbeitslosigkeit in allen Regionen Bayerns zurückgegangen sei. Damit bekämen viele Menschen neue Chancen und Perspektiven.

Die Nachfrage nach Personal war auch zu Jahresbeginn ungebremst. Die Zahl der offenen Stellen überstieg mit 70800 den Vorjahreswert um 36,1 Prozent. "Der milde Winter verzögerte insbesondere in Regionen mit hohen Anteil an Außenberufen die saisonüblichen Entlassungen im Dezember", hieß es im Januar-Bericht der Regionaldirektion. Die größten Schritte zum Abbau der Arbeitslosigkeit gelangen in den Bezirken Traunstein (minus 27,4 Prozent), Passau und Ingolstadt (jeweils minus 26,5 Prozent).

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