Mehr Firmen verlagern ihre Produktion zurück nach Bayern

München - Die Zahl der Firmen aus Bayern, die nach einer zwischenzeitlichen Produktionsverlagerung wieder in den Freistaat zurückkehren, nimmt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums zu.

"Nach Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe haben in den letzten acht Jahren über 3500 Firmen allein in den Branchen Metall und Chemie ihre Produktion aus dem Ausland zurückgeholt", sagte Ministerin Emilia Müller (CSU) mit Blick auf aktuelle Bayern-Heimkehrer wie die Firmengruppe Kathrein aus Grassau (Kreis Traunstein), die ihre Produktion azs Korea wieder an den Chiemsee zurückgeholt habe.

Auf jede vierte bis sechste Produktionsverlagerung ins Ausland folge innerhalb weniger Jahre die Rückkehr nach Deutschland. Auch der schwäbische Stofftierhersteller Steiff hatte seine China-Produktion wieder nach Giengen an der Brenz zurückverlagert, ebenso laut Ministerium kleinere Unternehmen wie "Ghost Bikes" aus Waldsassen (Kreis Tirschenreuth), der in Tschechien produziert habe. "Ich begrüße es, dass die Unternehmen ihre Standortentscheidungen zunehmend realistischer angehen", sagte die Ministerin. Bayern sei als Standort attraktiver geworden, denn vielfach seien Qualitätsprobleme, höhere Logistikkosten und Mängel bei der Flexibilität vor dem Auslandsengagement nicht abgewogen worden.

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