+
Hertie ging erst jetzt insolvent. Das Statistische Bundesamt gab nun die Zahlen der Firmeninsolvenzen aus den ersten sechs Monaten dieses Jahres bekannt.

Mehr Firmenpleiten im ersten Halbjahr

Wiesbaden - Den Gang vor den Insolvenzrichter mussten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich mehr Firmenbosse antreten. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt.

Wie das Bundesamt mitteilte, zählten die Amtsgerichte im ersten Halbjahr 16.142 Firmenpleiten und damit 14,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag von Januar bis Juni bei 48.284 und damit 2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Gesamtzahl der Insolvenzen stieg um 0,9 Prozent auf 78.846. Die Statistiker wiesen allerdings darauf hin, dass die Vergleichszahlen sich nur auf Werte aus 15 Bundesländern bezögen. Denn von Gerichten in Nordhrein-Westfalen seien im ersten Quartal 2008 Fälle aus dem Jahr 2007 nachgemeldet worden.

Die Wirtschaftskrise in Bildern

Die Wirtschaftskrise in Bildern

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich nach Angaben des Bundesamts für das erste Halbjahr 2009 nach Angaben der Gerichte auf 24,4 Milliarden Euro gegenüber 14,7 Milliarden Euro im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Im Juni 2009 wurden 2.788 Insolvenzen von Unternehmen (plus 15,9 Prozent) und 8.434 Insolvenzen von Verbrauchern (plus 4,1 Prozent) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 13.655 Insolvenzen, das waren 7,0 Prozent mehr als im Juni 2008. Diese Angaben beziehen sich auf Berechnungen einschließlich Nordrhein-Westfalen.

Mehr Infos

ap

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Allianz-Deutschland-Chef wirft Handtuch
Turbulenzen bei der Allianz: Ein überraschender Rücktritt überlagert die Botschaft, die der Versicherer eigentlich an die Öffentlichkeit bringen will.
Allianz-Deutschland-Chef wirft Handtuch
Dax kaum verändert - Warten auf US-Notenbank
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich fürs Stillhalten entschieden. Vor den mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank (Fed) zur …
Dax kaum verändert - Warten auf US-Notenbank
Niederlande erwarten hohes Wirtschaftswachstum
Den Haag (dpa) - Die Niederlande erwarten ein starkes Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent in diesem Jahr und 2,5 Prozent 2018. Die Entwicklung der Wirtschaft und der …
Niederlande erwarten hohes Wirtschaftswachstum
USA-Leistungsbilanz mit größtem Minus seit Ende 2008
Washington (dpa) - Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im zweiten Quartal höher als erwartet ausgefallen. Der Fehlbetrag habe 123,1 Milliarden US-Dollar (102,7 Mrd …
USA-Leistungsbilanz mit größtem Minus seit Ende 2008

Kommentare