Mehr Flugpassagiere als vor der Wirtschaftskrise

Wiesbaden - Das Passagieraufkommen an den deutschen Flughäfen hat im diesjährigen Sommerflugplan trotz der Behinderungen durch die Aschewolke im Frühjahr sein Vorkrisenniveau überschritten.

Insgesamt traten zwischen April und Oktober 61,6 Millionen Passagiere von deutschen Flughäfen ihre Flüge an, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dies ist ein Zuwachs um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dadurch sei der Rückgang von 4,3 Prozent 2009 mehr als ausgeglichen und der Stand des Sommerflugplans 2008 um 0,5 Prozent übertroffen worden. Dabei seien in allen Monaten - außer dem von der Aschewolke beeinflussten April - Zuwachsraten zwischen 7,1 und 10,1 Prozent verzeichnet worden, hieß es.

Laut der Behörde gingen die meisten Auslandsreisen nach Europa. Mit 36,7 Millionen Passagieren entschieden sich 5,0 Prozent mehr als im Vorjahr für ein entsprechendes Ziel. Ähnlich entwickelten sich die Ziele auf den Balearen und Kanaren. Ein Rekordzuwachs von 19,1 Prozent wurde für den Flughafen Antalya verzeichnet. Überdurchschnittliche legten ebenso Österreich und Polen zu. Noch größer fiel das Plus im Interkontinentalverkehr aus. Hierbei verzeichneten die Statistiker einen Zuwachs um 6,3 Prozent auf 10,4 Millionen Fluggäste.

Drei Viertel von ihnen flogen dabei in die USA, 3,7 Prozent mehr als 2009. Von allen Kontinenten erreichte Asien mit einem um 10,3 Prozent gestiegenen Passagieraufkommen das größte Plus aller Kontinente. Insgesamt steuerten 4,1 Millionen Fluggäste die Region an. Besonders häufig zog es sie dabei in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Japan, Israel und Singapur. Für die Ziele in Afrika wiesen die Experten einen Passagierzuwachs von 4,2 Prozent aus. Dazu trug vor allem Ägypten bei.

dapd

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