Mehr Geld für Angestellte in der Textil- und Modeindustrie

Gladbeck - Die rund 120 000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Modeindustrie bekommen vom 1. Juni an 3,6 Prozent mehr Geld. Darauf einigten sich nach sechzehnstündigen Verhandlungen die IG Metall und der Arbeitgeber-Gesamtverband Textil und Mode.

Die Laufzeit beträgt ein Jahr. Für die Monate April und Mai soll es eine Einmalzahlung von 200 Euro geben. Unternehmen können nach der Einigung die Einmalzahlungen aus wirtschaftlichen Gründen durch freiwillige Betriebsvereinbarungen kürzen. In solchen Fällen muss aber eine Beschäftigungssicherung beschlossen werden. Außerdem wurde der Tarifvertrag zur Altersteilzeit bis Ende 2009 verlängert.

IG-Metall-Verhandlungsführer Michael Jung zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis : "Wir haben spürbare Einkommensverbesserungen durchgesetzt, die eine dauerhafte Beteiligung am wirtschaftlichen Aufschwung der Branche gewährleisten."  Die Gewerkschaft hatte zunächst 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate gefordert und das mit einer insgesamt stabilisierten Lage der Textilbranche begründet. Die Arbeitgeber hatten 2,2 und 1,8 Prozent sowie Einmalzahlungen von zweimal 0,5 Prozent bei 24 Monaten Laufzeit geboten. Seit Ende der Friedenspflicht Ende Februar hatte die Gewerkschaft bundesweit mit Warnstreiks mit mehr als 18 000 Teilnehmern Druck gemacht.

Nicht durchsetzen konnte sich die IG Metall mit ihrer Forderung zur unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten. Es wurde vereinbart, dass sich eine Expertengruppe des Themas annimmt.

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