Mehr Geld für Existenzgründer

- München - Die bayerische Landeshauptstadt und die Stadtsparkasse München haben ihre Förderung für Existenzgründer fast verdoppelt. Der 1998 gegründete "München-Fonds" wird um über zwei auf 4,6 Millionen Euro aufgestockt, sagte Adolf Strack, Vorstand der Stadtsparkasse. Bisher wurde mit dem Fonds 104 Existenzgründern auf die Sprünge geholfen. Von diesen sind laut Reinhard Wieczorek, Wirtschaftsreferent der Stadt, nur 14 nicht mehr am Markt. "Existenzgründer sind für uns von existenzieller Bedeutung", so Wieczorek. Sie brächten neue Ideen und Erfindungen auf den Markt, förderten den Wettbewerb und sorgten für Beschäftigung.

Seit 1998 wurden im Rahmen des Münchener Business Plan Wettbewerbs über 400 Unternehmen gegründet, in denen 3000 neue Arbeitsplätze entstanden seien. München verzeichne derzeit ein steigendes Stellenangebot, auch bei kleinen mittelständischen Unternehmen entstünden behutsam Arbeitsplätze. "Sorgen bereiten die großen Konzerne, wenn auf einen Schlag tausende Arbeitsplätze verschwinden - das kann man mit Existenzgründungen nicht wettmachen", sagte Wieczorek.

Die bisher geförderten Gründer haben durchschnittlich 3,2 Vollzeitarbeitsplätze plus einer Vielzahl von Teilzeitjobs geschaffen. Aus dem aufgestockten München-Fonds können jetzt mindestens 50, voraussichtlich sogar wieder 100 Münchner Existenzgründer finanziert werden. Die Stadt übernimmt 70 Prozent der Haftung bei einem Kreditausfall. Für Existenzgründer stellt sich oft das Problem, dass sie keine kleineren Kredite bekommen: So erhielt die Schmuckboutique Modern Eves GmbH zuerst nur eine Finanzierungszusage über 100 000 Euro, obwohl die beiden Gründerinnen lediglich 60 000 benötigten. "Aus Kostengründen werden kleinere Kredite oft nicht vergeben", erklärte Strack das Verhalten mancher Banken.

Die durchschnittliche Kreditvergabe aus dem München-Fonds beträgt 22 000 Euro. Pro Existenzgründer würden bis zu 50 000 Euro vergeben. Wichtig sei die fachliche und kaufmännische Qualifikation und ein Erfolg versprechender Gründungsplan. Dann gibt es auch Kredit, wenn die Sicherheiten des Kunden nicht ausreichen.

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