Mehr Postagenturen in Läden und Märkten

- München - Die Deutsche Post treibt den Umbau ihres Filialnetzes weiter voran. Dazu sollen noch in diesem Jahr mehrere hundert "Kleinst-Filialen" in Postagenturen (mit Postbank-Diensten) und Postservice-Stellen (ohne Bankgeschäft) umgewandelt werden. Diese Partnerfilialen würde von Einzelhändlern in Zeitschriftenläden, Supermärkten und anderen Geschäften vor Ort betrieben. "Bei Schließungen ohne Umwandlung handelt es sich wirklich um Einzelfälle", sagte Gert Hilger, Sprecher der Post in München. Dem stünde schon die "Post-Universal-Dienstleistungs-Verordnung" entgegen, die bestimmt, dass die Post in Deutschland 12 000 Filialen, davon 5000 eigenbetriebene, vorhalten muss. Derzeit gebe es 7000 Partnerfilialen und 6000 eigene. "Mittelfristiges Ziel" sei es laut Hilger, auf die 12 000 Filialen zu kommen.

<P>Weiter schreibe die Verordnung der Post vor, dass in bebauten Wohngebieten alle 1000 Meter ein Briefkasten und alle zwei Kilometer eine Filiale zu stehen habe. In Ortschaften mit über 2000 Einwohnern müsse eine stationäre Einrichtung vorhanden sein.</P><P>Welche Postfilialen im Einzelnen geschlossen oder umgewandelt werden, konnte Hilger nicht sagen. Zunächst seien erst einmal die Bürgermeister der betroffenen - überwiegend ländlichen - Gemeinden über bevorstehende Umwandlungen informiert worden. </P><P>Es würden ausschließlich eigene Filialen der Post geschlossen, keine Partnerfilialen. Die Umwandlung in eine vom Händler betriebene Partnerfiliale habe Vorteile: "Es ist für die Kunden sogar eine Verbesserung, weil sie die wesentlich längeren Öffnungszeiten des Einzelhandels nutzen können", sagte Jürgen Blohm, ein Sprecher der Post in Bonn. So genannte Kleinst-Filialen erkenne man daran, dass sie kürzere Öffnungszeiten als die anderen haben. Solche Stellen rechneten sich in der Regel nicht. Der Konzern hat im Oktober 2002 beschlossen, bis Ende 2005 mindestens 1,4 Milliarden Euro einzusparen.<BR>Betriebsbedingte Kündigungen werde es aber nicht geben, sagte Blohm.</P>

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