Mehr Volkswagen bei VW

- Hannover - Der VW- und Audi-Händlerverband hat die Luxusstrategie von Volkswagen kritisiert und mehr billige Autos gefordert. "Wir brauchen nicht nur neue, preiswertere Autos, wir fordern auch mehr Einstiegsmodelle zu günstigen Preisen", sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Michael Lamlé´.

<P>Die Besetzung des Luxuswagensegments sei zwar für die Marke strategisch wichtig und mit dem Touareg auch erfolgreich gewesen, sagte Lamlé´. "Aber nur auf einem Bein zu stemmen, das geht aus unserer Sicht nicht." Volkswagen müsse sich wieder mehr auf Volumenmodelle konzentrieren. "VW hat da in der Vergangenheit leider andere Prioritäten gesetzt."</P><P>Es gebe aber Mut machende Signale von VW. Als Beispiele verwies Lamlé´ auf das von VW auf dem Genfer Automobilsalon gezeigte Cabrio und auf die Ankündigung, dass der Wolfsburger Autobauer 2005 in Europa nach dem Vorbild des "Fox" in Brasilien ein Auto in der Preisklasse deutlich unter 10 000 Euro einführen will. Dieses Auto werde auch wegen seiner "Emotionalität und seiner neuen Formensprache" interessant. "Gerade die französischen Marken haben uns zuletzt mit der Frischheit ihrer Modelle erwischt."</P><P>Lamlé´ sagte, beim Handel habe es im Februar "positive Signale" gerade bei der Marke VW gegeben. Besonders der neue Golf habe deutlich zugelegt. Hintergrund ist die Rabattaktion mit einer Gratis-Klimaanlage im Wert von rund 1000 Euro. "Wir halten die jetzige Preis-Positionierung des Golf für richtig und fordern keine weiteren unmittelbaren Preismaßnahmen." Zudem warnte der Verbands-Sprecher Volkswagen davor, die Kosten für Rabattaktionen an die Händler weiterzugeben. "Die Preisdiskussion darf nicht einseitig zu Lasten des Handels gehen, der kann höheren Druck nämlich nicht mehr aushalten."</P>

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