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Bundesumweltministerin Hendricks will Einwegflaschen und Getränkedosen zurückzudrängen.

Vorstoß der Umweltministerin

Mehrwegflaschen sollen besser erkennbar werden

Düsseldorf - Einwegflaschen haben Mehrwegflaschen immer stärker verdrängt - jetzt sollen die Konsumenten mit einer deutlicheren Kennzeichnung im Supermarkt mehr Orientierung bekommen.

Beim Getränkekauf sollen Verbraucher nach den Plänen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks Einweg- und Mehrwegpackungen besser unterscheiden können. Das Ziel ist es, Einwegflaschen und Getränkedosen zurückzudrängen.

„Wir wollen Mehrwegflaschen über eine Kennzeichnung am Supermarktregal sichtbarer machen“, sagte Hendricks der „Wirtschaftswoche“ und fügte hinzu: „Dann wäre für die Verbraucher leichter erkennbar, welche Getränke in Einweg- und welche in Mehrwegverpackungen stecken.“

Der Umweltvorteil von Mehrweg sei klar erwiesen. „Trotzdem versuchen Teile der Getränkeindustrie und Discounter, Mehrweg mit Dumpingpreisen für Einweg zu verdrängen“, so die Ministerin weiter. Deshalb wolle sie einen bereits von ihrem Amtsvorgänger Peter Altmaier angeregten Plan umsetzen.

Vor einem Jahr war eine bessere Kennzeichnung von Pfand- und Einweggetränken wegen unterschiedlicher Auffassungen im Bundesrat vorerst gescheitert. Der Verordnungsentwurf Altmaiers hatte eine deutliche Kennzeichnung in den Regalen vorgesehen. Bürger sollten auf Hinweistafeln in Supermärkten und Discountern besser informiert werden, ob sie Wegwerf- oder Mehrwegflaschen kaufen.

Die Quote von Mehrwegflaschen und ökologisch vorteilhaften Verpackungen war von 70 auf nur noch 50 Prozent gesunken. Ein Grund: die starke Zunahme des Getränkeverkaufs in Einwegplastikflaschen in Discountern.

Diese werden zwar wegen des 25-Cent-Pfands meist zurückgebracht und recycelt. Doch Mehrwegflaschen werden bis zu 50 Mal befüllt, was weniger Energie verbraucht und weniger Abfälle verursacht.

Der Umweltausschuss des Bundesrats hatte für eine weitergehende Regelung mit einer klaren Kennzeichnung auf den Verpackungen selbst plädiert - der Wirtschaftsausschuss für eine Ablehnung des Vorschlags.

dpa

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