"Mehrwertsteuer löst keine Teuro-Welle aus"

- Frankfurt - Auf die Verbraucher kommt mit der geplanten Mehrwertsteuererhöhung nach Ansicht der Deutschen Bundesbank keine Teuerungswelle zu. Die höhere Steuer werde zwar manche Produkte verteuern, aber dies sei ein einmaliger und kurzfristiger Effekt. "Es wird keine Teuro-Zwei-Debatte geben", sagte Bundesbankpräsident Axel Weber in Frankfurt.

 Voraussetzung dafür sei, dass die Tarifpartner maßvolle Lohnerhöhungen aushandelten, um die Inflation nicht anzuheizen. Nach der Einführung des Euro-Bargeldes Anfang 2002 hatte es eine öffentliche "Euro- Teuro"-Debatte gegeben, weil sich viele Produkte verteuerten. Die "gefühlte" Inflation lag laut Statistischem Bundesamt nach Umstellung von Mark auf Euro bei sieben Prozent -das war mehr als vier Mal so hoch wie die statistisch belegte Inflation.

Verbraucherschützer erwarten nun mit der Anhebung der Mehrwertsteuer erneut Preisaufschläge der Händler. "Die zu erwartende Teuerung ist steuerbedingt und hat nichts mit dem Euro zu tun", sagte der Bundesbankpräsident. "Wir haben in Deutschland keine Teuro-, sondern eine Steuro- Debatte." Der Preisauftrieb könnte sich nur verschärfen, wenn es zu starken Lohnerhöhungen komme. Laut Bundesbank wird die Steueranhebung in der größten Volkswirtschaft Europas die Inflation im Euro-Raum 2007 um rund 0,3 Prozentpunkte erhöhen. Derzeit beträgt die Inflationsrate dort 2,3 Prozent.

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