Meilenstein für Galileo

- Paris - Das europäische Weltraum-Navigationssystem Galileo hat die erste Probephase bestanden. Zwei Wochen nach dem Start hat der Galileo-Testsatellit Giove-A am Donnerstag die ersten Navigationssignale gesendet. Die Signale seien von Bodenstationen in Cilbolton (Großbritannien) und Redu (Belgien) aufgefangen und ausgewertet worden, teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA in Paris mit. Damit habe das mit dem US-System GPS und dem russischen Glonass kompatible System der Satellitennavigation "den ersten Meilenstein auf dem Weg zur vollen Einsatzbereitschaft erreicht".

Mit einer Vertragsunterzeichnung über die ersten vier Satelliten am 19. Januar in Berlin werde der Weg zum Aufbau des Galileo-Systems dann endgültig freigemacht, teilte die ESA am Freitag außerdem mit. Die ESA und die Galileo Industries GmbH, die ein Konsortium von mehr als 100 Firmen leitet, werden die Vereinbarung im Umfang von 950 Millionen Euro unterschreiben. Diese Mini-Konstellation von vier Satelliten stellt den entscheidenden Schritt zum Aufbau von Galileo dar. 26 weitere Satelliten sollen dann bis zum Jahr 2010 folgen.

Giove-A war am 28. Dezember mit einer russischen Trägerrakete des Typs Sojus in eine Umlaufbahn von 23 200 Kilometern geschossen worden. Das Heraufladen der Bordsoftware und die Ausrichtung der Sonnenpanele mit Hilfe von Bodenstationen in Großbritannien, Indien und Malaysia funktionierte einwandfrei. Die Nutzlasterprobung von Giove-A soll bis Mitte Februar abgeschlossen sein.

Die ESA und die EU wollen mit dem auf 3,8 Milliarden Euro veranschlagten Projekt eine von einer zivilen Instanz betriebene Alternative zum militärisch kontrollierten US-System GPS im All stationieren. Noch in diesem Jahr soll der zweite Testsatellit Giove-B gestartet werden.

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