Meilensteine der Technik-Geschichte

- Berlin - Vom klobigen Röhren-Rundfunkempfänger zum schlanken TV-Gerät an der Wand: Die Geschichte der IFA ist ein Abbild der Entwicklung in der Unterhaltungselektronik. Was einst als wuchtiges Möbel in Wohnzimmern stand und einige Monatseinkommen kostete, ist nun für jeden erschwinglich, in der Hosentasche tragbar. Der Geschichtskatalog der IFA-Neuheiten ist lang. Mit Transistoren gelang 1955 ein entscheidender Entwicklungssprung, mit der CD gab es deutliche Fortschritte bei der Musikwiedergabe. Bei der Einführung des Videorecorders Mitte der 70er-Jahre wurden auch neue Perspektiven eröffnet.

Die Funkausstellung 2005 wird die endgültige Ablösung der analogen Technik durch digitale Technologien bringen, lautet die Prognose. Die Funkausstellung ist neben der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) die älteste deutsche Industriemesse und hat sich in den 81 Jahren ihrer Geschichte zu einem Milliarden-Markt mit weltweiter Geltung entwickelt. Bei der ersten Auflage 1924 steckte die Rundfunk-Industrie in den Anfängen. Bei der Großen Deutschen Funkausstellung fehlten jeglicher Glanz und Glamour.

242 Aussteller präsentierten Detektor-Geräte, Röhren-Rundfunkempfang und Kopfhörer. 1933 nutzten die Nationalsozialisten die Messe zur Vorstellung des Einheitsradios. Für die Propaganda der Nazis spielte der so genannte Volksempfänger eine große Rolle. Von später 700 000 subventionierten Geräten aus schwarzem Bakelit wurden allein 100 000 Stück in den ersten Messetagen verkauft, berichteten Chronisten. Die Funkausstellung war von Anfang an eine Bühne für besondere Anlässe. 1926 wurde das Berliner Wahrzeichen Funkturm der Bestimmung übergeben, und es gab die erste Live-Rundfunksendung vom Messegelände.

1930 eröffnete Nobelpreisträger Albert Einstein die Messe. 1967 startete der damalige Vizekanzler und spätere Bundeskanzler Willy Brandt mit einem Knopfdruck das Farbfernsehen in Deutschland. 1950 ging die Funkausstellung auf Wanderschaft. Über die Stationen Düsseldorf, Frankfurt/Main und Stuttgart kam sie 1971 zurück nach Berlin.

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