Die meisten Branchen blicken düster in die Zukunft

Köln - Die meisten Wirtschaftsbranchen in Deutschland blicken vor dem Hintergrund der Finanzkrise pessimistisch in die Zukunft.

Für das Jahr 2009 erwarten 35 von 43 großen Wirtschaftsverbänden niedrigere Umsatz- oder Produktionszahlen als 2008. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Nur drei Branchen halten ein Plus für wahrscheinlich: Die Verbände für Elektrotechnik, Groß- und Außenhandel sowie die Investmentbranche. Fünf Sparten gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus.

26 Verbände rechnen damit, dass ihre Mitgliedsunternehmen im kommenden Jahr Arbeitsplätze abbauen werden. Immerhin 17 Branchen gehen davon aus, dass die Beschäftigtenzahlen stabil bleiben. Offenbar wollten viele Unternehmen ihre Arbeitsplätze erhalten, weil Fachkräfte rar sind, so das IW.

Auch ihre Investitionen schraubt die Mehrheit der befragten Branchen im kommenden Jahr zurück: 29 Verbände berichteten, ihre Unternehmen wollten weniger investieren als 2008. Mehr Investitionen plant neben der Energie- und Wasserwirtschaft nur die Automobilindustrie. Deren Verband VDA gab an, dass die Hersteller trotz der Absatzschwäche unvermindert Geld in die Entwicklung energiesparender Techniken stecken wollten.

Die Stimmung ist in fast allen Branchen zurzeit schlechter als vor einem Jahr. Lediglich der Einzelhandelsverband HDE und die Volksbanken sehen die Stimmung unverändert. Von einer besseren Lage berichtete keiner der Verbände.

dpa

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