Mercedes hat bei zwei Modellreihen Probleme festgestellt und informiert über einen Rückruf (Symbolbild)
+
Mercedes hat bei zwei Modellreihen Probleme festgestellt und informiert über einen Rückruf (Symbolbild).

Startelektronik macht Probleme

Kurzschluss und Brandgefahr: Mercedes mit Rückruf für beliebte Baureihe und Edelflitzer

Aufgrund eines technischen Defekts am Anlasser vollzieht Mercedes den Rückruf zweier Baureihen. Schlimmstenfalls droht Selbstentzündung. Betroffen ist auch der Edelsportler.

Stuttgart - Mercedes hat bei zwei Modellreihen Probleme bei der Startelektronik festgestellt, worauf der Autohersteller einen Rückruf in die Wege leitet. Betroffen sind die Baureihe 213 der (oberen) Mittelklasse Mercedes E-Klasse, außerdem der Supersportler Mercedes AMG-GT. Es handelt sich in beiden Fällen um den Produktionszeitraum der Jahre 2017 bis 2020. Die E-Klasse war 2020 wegen eines ähnlich gelagerten Problems von einer größeren Aktion betroffen.

Rückruf bei Mercedes: Startelektronik zweier Modellreihen birgt Brandgefahr

Der Grund für den Rückruf sind fehlerhafte Verschraubungen der Plusleitung, die für den Startprozess der elektronischen Fahrzeugkomponenten eine wesentliche Bedeutung hat. Wie das Kraftfahrzeug-Bundesamt (KBA) mitteilt, kann es bei den betroffenen Modellen der E-Klasse und des AMG-GT zum Kurzschluss und schlimmstenfalls zu einem Brand kommen.

Weltweit sind angeblich 1635 Autos von dem Mercedes-Rückruf betroffen, davon erhalten in Deutschland 338 Halter Post mit der Aufforderung, ihr Fahrzeug zum Überprüfen in die Kfz-Werkstatt zu bringen. Die Referenznummer lautet 010715, der Hersteller-Code 5491302. Mit dem Mercedes AMG-GT trifft es übrigens den schnellsten serienmäßigen Sportwagen, wie ein Rennstrecken-Auftritt kürzlich offenbarte:

Mercedes-Rückruf: E-Klasse und AMG-GT betroffen - So lange müssen Kunden warten

Für die Kontrolle der fehlerhaften Vorrichtung ist eine Zeit zwischen 30 und 60 Minuten veranschlagt. Die Betriebe der Daimler-Tochter überprüfen die Korrektheit der Plusleitung und nehmen gegebenenfalls eine Reparatur vor.

Die Aktion kommt wenige Wochen nach einem weiteren Mercedes-Rückruf, bei dem deutlich mehr Fahrzeuge zur Überprüfung in die Werkstatt müssen: Alleine in Deutschland sind über 100.000 Autos der Modellreihen C-Klasse und GLC betroffen. Aus einem anderen Grund besteht hier ebenfalls eine Feuergefahr. Es geht um das Kältemittel R1234yf, das vor einigen Jahren für eine hitzige Debatte sorgte.

Auch interessant

Kommentare