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Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hat im dritten Quartal einen Gewinneinbruch um 26,8 Prozent auf 148,1 Millionen Euro erlitten.

Merck: Gewinneinbruch um fast 27 Prozent

Darmstadt - Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hat im dritten Quartal einen Gewinneinbruch um 26,8 Prozent auf 148,1 Millionen Euro erlitten.

Allerdings stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent auf mehr als 1,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Darmstadt mitteilte. Die Zahlen zeigten eine Verbesserung zum ersten Halbjahr, betonte Unternehmenschef Karl-Ludwig Kley. “Sogar in unserem Chemiegeschäft, das deutlich durch die Weltwirtschaftskrise beeinträchtigt war, sehen wir einen klaren Erholungstrend“, sagte Kley.

In den ersten neun Monaten des Jahres hat der im Deutschen Aktienindex DAX notierte Konzern den Umsatz mit 5,7 Milliarden Euro (plus 0,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum) zwar weitgehend stabil halten können. Der Gewinn sackte allerdings um 51,5 Prozent auf 318,2 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten blieb stabil. Zum 30. September 2009 waren es 32.832 Mitarbeiter, 32 mehr als zum Ende des Geschäftsjahres 2008.

Abschreibungen von 147 Millionen Euro

Merck führte den sinkenden Gewinn unter anderem auf Abschreibungen von 147 Millionen Euro auf immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Übernahme des Biotechnologieunternehmens Serono im Jahr 2007, höhere Marketing- und Vertriebskosten für die Einführung neuer Arzneimittel sowie hohe Forschungsaufwendungen zurück. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009 präzisierte Merck seine Prognose auf ein Umsatzplus von 2 Prozent und eine bereinigte Umsatzrendite von 17 Prozent.

Im Sommer hatte das Unternehmen ein Umsatzplus von 0 bis 5 Prozent vorausgesagt und eine Umsatzrendite zwischen 15 und 20 Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite lag um dritten Quartal bei 19 Prozent, nach 24,4 Prozent im Vorjahresquartal. Die Börse nahm die Zahlen von Merck ungnädig auf. Mit einem Minus von zeitweise 4 Prozent lag der Pharmahersteller am Ende des DAX.

ap

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