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Tablettenproduktion bei der Firma Merck in Darmstadt.

Merck übernimmt US-Biotechfirma

Darmstadt - Der Chemie- und Pharmakonzern Merck übernimmt die US-Biotechfirma Millipore für 5,3 Milliarden Euro. Der deutsche Konzern zahlt dabei einen Kaufpreis von mehreren Milliarden Euro.

Wie das Darmstädter Familienunternehmen am Montag mitteilte, soll damit vor allem die biotechnologische Forschung und Produktion von Merck gestärkt werden.

Den Eignern des US-Unternehmens wurden 107 US-Dollar (78,47 Euro) je Aktie in bar angeboten. Millipore ist ein Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Biowissenschaften und die biopharmazeutische Produktion. “Diese Übernahme ist sowohl für die Aktionäre als auch für die Kunden und Mitarbeiter beider Unternehmen äußerst attraktiv“, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley.

Nach Unternehmensangaben erwirtschaftete das US-Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar (1,25 Milliarden Euro) und beschäftigte weltweit 6.000 Menschen. Durch den Zusammenschluss rechnet Merck innerhalb von drei Jahren mit jährlichen Kosteneinsparungen von 75 Millionen Euro.

Kartellbehörden müssen noch zustimmen

“Die heutige Veröffentlichung ist das Ergebnis der Prüfung strategischer Alternativen“, sagte Millipore-Vorstandschef Martin Madaus. Mit der Übernahme durch Merck gewinne Millipore deutlich an Größe und Reichweite in der Biotech-Industrie. Nach Medienberichten wollte auch der US-Konkurrent Thermo Fisher Millipore übernehmen, wurde nun aber von Merck überboten. Merck will nach eigenen Angaben durch den Kauf des US-Unternehmens vor allem sein Chemiegeschäft stärken.

Durch den Zusammenschluss mit Millipore werde die Chemiesparte künftig 8,9 Milliarden Euro jährlich erwirtschaften und 35 Prozent statt bislang 25 Prozent zum Merck-Umsatz beitragen. Die Übernahme, der die Millipore-Hauptversammlung sowie die Kartellbehörden noch zustimmen müssen, soll aus vorhandenen Barbeständen, Bankdarlehen sowie Anleihen finanziert werden.

dapd

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