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Angela Merkel

Kein Land wird Eurozone verlassen

Merkel: "Brauchen Gemeinsamkeit Europas"

Berlin - Garantie der Kanzlerin: Kein finanzschwacher Euro-Staat wird aus der Eurozone gedrängt. Es wäre aber nicht Merkel, wenn sie nicht zugleich fordern würde: Alle müssen besser werden.

Kein Euro-Land wird nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel die Eurozone aufgrund finanzieller Probleme verlassen müssen. „Das sehe ich nicht“, sagte die CDU-Vorsitzende in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf die Frage, ob eines der problembehafteten Länder doch noch aus der Eurozone ausscheiden werde.

Merkel betonte: „Wir müssen alle miteinander noch besser werden, aber dazu brauchen wir die Gemeinsamkeit Europas.“ Vor allem in Italien griffen Medien Merkels Äußerungen am Freitag auf.

Sobald die Krisen-Staaten wieder einen solideren Haushalt hätten, müssten sie die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, sagte Merkel. „Jedes Land in Europa muss sich die Frage stellen, womit es in Zukunft sein Geld verdienen, seinen Wohlstand erarbeiten will (...) Welche Industriebranchen, welche Dienstleistungen also sind besonders zukunftsfähig? Diese Frage zu beantworten und die politischen Weichen für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und die Ausbildung der Jugend zu stellen, ist die konkrete Aufgabe in einigen Ländern.“

Merkel sagte: „Griechenland, Portugal und andere Länder waren in der Situation, sich wegen ihrer hohen Verschuldung nicht mehr finanzieren zu können. Weil dadurch der Euro als Ganzes in Gefahr geriet, haben wir diesen Ländern unter der Voraussetzung geholfen, dass sie daran gingen, ihre Defizite abzubauen.“

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Auf die Frage, ob die Eurokrise inzwischen überwunden sei, antwortete die Kanzlerin, die Mitgliedstaaten seien ein gutes Stück vorangekommen, die europäische Staatsschuldenkrise in einem Prozess vieler Schritte zu lösen. Es gebe aber nach wie vor viele Probleme. „Ich habe immer gesagt, dass die europäische Staatsschuldenkrise nicht über Nacht mit dem einen Befreiungsschlag überwunden werden kann.“

dpa

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