Merkel gibt Autoindustrie Rückendeckung im EU-Klimastreit

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Frankfurt/Main (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Klimaschutz-Streit mit der EU-Kommission hinter die deutsche Autoindustrie gestellt. Die deutschen Hersteller hätten ihre Unterstützung bei der Forderung, dass die Reduktion des Treibhausgases Kohlendioxid auf die verschiedenen Segmente fair verteilt werden müsse.

Das sagte Merkel bei der Eröffnungsfeier der Automesse IAA in Frankfurt. Sie sehe gute Chancen, "zu vernünftigen Regelungen zu kommen". Zugleich rief sie die Branche auf, "an jeder Stelle des Automobils" zu denken, wie der CO2-Ausstoß reduziert werden könne. Es gebe keine andere Wahl, als dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die EU-Kommission will den CO2-Ausstoß bis 2012 im Flottendurchschnitt auf 120 Gramm pro Kilometer begrenzen. Vor allem die deutsche Autoindustrie fordert verschiedene Grenzwerte für unterschiedliche Fahrzeugklassen.

Der Chef des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, begrüßte Merkels Position. "Wenn der Kleinstwagen mit dem höchsten Kraftstoffverbrauch den gleichen CO2-Wert hat wie das obere Mittelklassefahrzeug mit dem besten Abschneiden seiner Klasse, dann dürfen wir nicht beide gleich behandeln." Er setzte sich für eine Differenzierung der Grenzwerte nach Fahrzeuggewicht ein. Die EU-Kommission hat bisher nur das Ziel für den durchschnittlichen Flottenverbrauch in Europa vorgegeben. Wie genau die Regelungen sein werden, ist noch völlig offen.

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