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Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU) setzt sich am Freitag in Berlin in einer Werkstatt für Energie- und Automationstechnik des Ausbildungsverbund eine Schutzbrille auf.

Merkel: Schulabgänger haben bessere Chancen

Berlin - Auszubildende und Schulabgänger haben nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bessere Chancen denn je auf dem Arbeitsmarkt.

“Ihr seid begehrter, als ihr es vielleicht vor 10 oder 20 Jahren wart“, sagte Merkel am Freitag zum Auftakt des neuen Ausbildungsjahrs in Berlin. “Das ist eigentlich eine der chancenreichsten Situationen, die man sich vorstellen kann.“

Nach den aktuellen Ausbildungszahlen der Bundesagentur für Arbeit waren Ende August noch 91 400 angebotene Lehrstellen unbesetzt - 21 100 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig gelten noch 88 300 Bewerber als unversorgt - 9 500 weniger als im Vorjahr. Nach dem Berufsbildungsgesetz wird endgültig zum 30. September Bilanz gezogen, vier Wochen nach Beginn des neuen Ausbildungsjahres.

Betriebe und Verwaltungen meldeten den Arbeitsagenturen von Oktober 2010 bis August 2011 insgesamt 494 100 freie Lehrstellen. Das sind 48 200 mehr als im Vorjahr. Zugleich wurden 520 400 Bewerber für eine Lehrstelle gezählt - 13 400 weniger als im Vorjahr. Der Anstieg beim Angebot geht ausschließlich auf ein Plus bei den betrieblichen Berufsausbildungsstellen zurück.

Merkels Frisur im Wandel der Zeit

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Merkel sagte, damit Jugendliche in den richtigen Bereichen ausgebildet würden, werde unter anderem die Berufsberatung in Schulen ausgebaut. In Zeiten, in denen Betriebe um Jugendliche kämpfen müssten, dürfe es unter Langzeitarbeitslosen “möglichst überhaupt keine jungen Leute mehr geben“, sagte die Kanzlerin bei einem Besuch des Ausbildungszentrums des Technologiekonzerns ABB.

Unter den 20- bis 29-Jährigen in Deutschland gibt es laut Bildungsbericht rund 1,5 Millionen Ungelernte, die sich auch nicht mehr in einer Fortbildung befinden.

dpa

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