Merkel will geplante Strompreiserhöhungen prüfen

Essen - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auf eine Prüfung der geplanten Strompreiserhöhung der Energiekonzerne E.ON und RWE. "Es muss eins zu eins nachvollziehbar sein, worauf die Mehrkosten beruhen, und da hat die Bundesregierung noch viele Fragen", sagte Merkel in einem Zeitungsinterview.

"Wir werden uns das sehr sorgfältig ansehen." Sie sprach sich für ein schärferes Kartellrecht aus. "Wichtig ist, dass die Kartellämter bald durch eine von Minister Michael Glos vorgeschlagene Gesetzesänderung noch schärfere Instrumente der Missbrauchskontrolle haben."

Der Marktführer E.ON will die Strompreise zum Jahreswechsel um bis zu 9,9 Prozent erhöhen. RWE plant für zwei Regionalgesellschaften eine Strompreiserhöhung um 6,6 Prozent im Durchschnitt. Das Bundeskartellamt hatte angekündigt, die Preisentwicklung in den kommenden Wochen genau zu beobachten.

Nach den Plänen von Glos sollen die Energieversorger dem Kartellamt künftig beweisen, dass kein Preismissbrauch vorliegt. Bisher ist dies umgekehrt. Die EU-Kommission plant eine Aufspaltung der Energiekonzerne mit Trennung von Netz und Stromerzeugung. Glos lehnt eine Zerschlagung ab.

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 > Auswege aus der Kostenfalle

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