Messe München: Die Corona-Pandemie setzt der erfolgsverwöhnten Messegesellschaft arg zu.
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Messe München: Die Corona-Pandemie setzt der erfolgsverwöhnten Messegesellschaft arg zu.

Wegen Corona

Messe München bricht der Umsatz weg – Tiefe Einschnitte beim Personal

  • Thomas Schmidtutz
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Die Corona-Pandemie setzt auch bei den Messebetreibern schwer zu. Auch die Messe München ist von Normalität weit entfernt. Nun liegen alle Hoffnungen auf der IAA im September.

München - Die erfolgsverwöhnte Messe München bekommt die Corona-Pandemie mit voller Wucht zu spüren. Verglichen mit den Erwartungen vor der Corona-Pandemie rechne man für das laufende Jahr erneut mit einem Umsatzeinbruch von 200 Millionen Euro, erklärte Vorstandschef Klaus Dittrich am Dienstag. „Wir gehen davon aus, dass wir mindestens drei bis fünf Jahre brauchen, um wieder auf das Niveau zu kommen, das wir vor Corona hatten.“

Im vergangenen Jahr hatte die noch 94 Millionen Umsatz erwirtschaftet und damit knapp ein Drittel des ursprünglich angepeilten Zielwerts. Angesichts dieser Entwicklung will das Unternehmen die Kosten deutlich senken. Nach den Plänen will die Messegesellschaft rund ein Viertel der knapp 790 Stellen abbauen. Die Sachkosten sollen um ein Drittel zusammengestrichen werden.

Messe München schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen, aber das soll nach Möglichkeit vermieden werden. „Es wird das allerletzte Mittel sein“, sagte Dittrich. Das Sparprogramm soll auch nicht nur die einfachen Mitarbeiter treffen: „Die Geschäftsführung soll halbiert werden.“

Der Umsatzverlust für Hotellerie, Gastronomie und die für Messe und Messegäste tätigen Dienstleister werden auf knapp das Zehnfache der Einbußen geschätzt, die die Messegesellschaft selbst erleidet - „bis zu 1,9 Milliarden Euro in ganz Bayern“, sagte Dittrich.

Messe München: Hoffnungsträger IAA

Auch in diesem Jahr ist das Messewesen ungeachtet des erhofften Aufschwungs weit von jeder Normalität entfernt. Ob und in welcher Form die im ersten Halbjahr geplanten Veranstaltungen stattfinden können, ist unklar. „Der Druck der Kunden, diese Messen entweder abzusagen oder zu verschieben, wird jeden Tag größer“, sagte Dittrich. „Alle Hoffnung ruht dann im September auf der IAA.“ Die Internationale Automobilausstellung soll erstmals in München über die Bühne gehen.

Gesellschafter der Messe sind unter anderem der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt. In München finden in normalen Zeiten mehrere international bedeutende Leitmessen statt. Dazu zählen unter anderem die Sportartikelmesse Ispo, die Bau und die Expo Real für alles, was mit Immobilien und Baubranche zu tun hat, sowie die Inhorgenta für Juweliere. (dpa/utz)

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