Messe nimmt Fahrt auf

- München - "2004 war eines der besten Geschäftsjahre der Messe in München." Genauer gesagt wurde das zweitbeste Umsatzergebnis nach 2001 erzielt, wie Manfred Wutzlhofer hinzufügt. Der Messechef blickt auch optimistisch in die Zukunft. Nach einem guten ersten Halbjahr 2005 wird heuer ein Umsatz von mehr als 190 Millionen Euro erwartet. Das operative Ergebnis soll bei 45 Millionen Euro liegen.

"Die internationalen Leitmessen sind gefragter denn je", zog Wutzlhofer Bilanz. Und dies unabhängig von der Binnenmarktentwicklung in Deutschland. Probleme gebe es jedoch bei vorwiegend regional ausgerichteten Veranstaltungen und bei der Zahl deutscher Aussteller. Der Rückgang sei aber durch die schwache Konjunktur bedingt. Doch der Trend 2005 weist nach oben: Im Vergleich zu den Vorveranstaltungen zeichnete sich im ersten Halbjahr ein Anstieg der inländischen Aussteller um vier Prozent ab.2004 machte die Messe München 204 Millionen Euro Umsatz. Im turnusgemäß schwächeren Jahr 2003 waren es 154 Millionen Euro. Mit mehr als 33 000 Ausstellern aus 92 Ländern und 2,25 Millionen Besuchern aus 227 Ländern wurden weitere Spitzenwerte erzielt - ein Plus von sechs bzw. fünf Prozent gegenüber den Vorveranstaltungen. Deshalb brauchte die Messe mehr Platz: Ende 2004 wurde der Bauabschnitt Nord eingeweiht; damit gibt es 180 000 Quadratmeter überdachte Ausstellungsfläche, die erstmals bei der Messe Bau im Januar komplett belegt waren.Auch als Kongressstadt liegt München weit vorne. Treffen von Kardiologen, Diabetologen und Chirurgen führten dazu, dass das ICM erstmals Berlin von der nationalen Nummer 1 verdrängte. Messe-Geschäftsführer Norbert Bargmann: "Weltweit nimmt München nach Paris, London und Wien Rang 4 ein." Stellvertreter Eugen Egetenmeir erklärte, das Engagement im Ausland - etwa in China und Schanghai - sei keine Einbahnstraße. "Die Aktivitäten dort sind Werbeträger für die Inlandsmessen und haben mehr als 40 Prozent des Konzernumsatzes erzielt."Der großen Konkurrenz auf dem Messemarkt wollen die Münchner nicht mit niedrigeren Preisen begegnen, sondern mit einem elektronischen Serviceangebot für Aussteller und Besucher (Portale, Downloads etc.). Bereits 150 Veranstaltungen sind für 2006 gebucht.

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