Metall-Arbeitgeber warnen Gewerkschaft

München - Trotz deutlichen Wachstums in der Branche: Arbeitgeber warbeb die Gewerkschaften vor Nachforderungen bei den Löhnen.

 “Die Erholung setzt sich fort. Wir liegen aber immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände bayme und vbm am Freitag in München. Zugleich erwartet Brossardt, dass sich das Tempo der Erholung abschwächen wird und warnt die Gewerkschaften vor Nachforderungen bei den Löhnen.

Wettbewerbsfähigkeit wichtiger als Löhne

“Es kann jetzt nicht um Lohndiskussionen, sondern allein um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und damit der Arbeitsplätze gehen“, sagte Brossardt im Hinblick auf Forderungen aus der IG Metall nach übertariflichen Nachschlägen bei den Löhnen. Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit schwächen. “Kostensteigerungen bei Lohn- oder Lohnzusatzkosten würden uns zurückwerfen.“

Die Produktion der Branche in Bayern wuchs im Juni gegenüber Mai um gut drei Prozent. Im Durchschnitt des zweiten Quartals habe die Produktion verglichen mit dem ersten Vierteljahr um 6,6 Prozent zugelegt. “Inzwischen sind gut 60 Prozent des Einbruchs wettgemacht. Auch dies zeigt, dass noch eine lange Wegstrecke vor uns liegt.“ Abgeschwächt habe sich die Dynamik beim Auftragseingang, der im Juni nur um 0,7 Prozent gegenüber Mai zulegte.

Verglichen mit dem ersten Quartal seien die Auftragszahlen im zweiten Viertel im Durchschnitt um 7,5 Prozent gewachsen. Damit seien gut zwei Drittel der krisenbedingten Einbrüche wieder aufgeholt worden. Gestoppt sei der Jobabbau. Seit April stagniere die Zahl der Beschäftigten in Bayern bei 716 000. Im zweiten Halbjahr könnten angesichts der Erholung bis zu 7000 neue Stellen entstehen, erwartet Brossardt.

dpa

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